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Tuttlingen
Lange Gesichter bei vielen Schülern des Romäusring-Gymnasiums am Morgen: Kein Abistreich. Die Schulleitung hatte diesen nach den Vorfällen in der Nacht abgesagt. Der Doppeljahrgang mit 154 Schülerinnen und Schülern wollte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch – wie seit vielen Jahren üblich – in der Schule übernachten.
Als die Schüler auf dem Schulhof feierten und auch laute Musik hörten, gesellte sich offensichtlich eine fremde Gruppe zu den Schülern und es kam zu einer Rangelei. Die Polizei war in der Nacht extrem schnell vor Ort, da sie wegen eines Einbruchs im Einsatz war und nahm zwei Schüler in Gewahrsam.
Konrektor Friedeman Schmidt wurde alarmiert und war noch in der Nacht vor Ort. Nach Einschätzung von Schmidt gingen die Vorfälle über das hinaus, „was tolerierbar“ ist, berichtet Rektor Rainer Krautheimer.
Die nächtliche Feier wurde beendet und die Schüler alle nach Hause geschickt. Viele der auswärtigen Schüler mussten nachts ihre Eltern anrufen und sich abholen lassen. Allerdings haben sich nicht alle Jugendlichen auf den Nach-Hause-Weg gemacht, eine größere Gruppe zog offensichtlich durch die Stadt Richtung Brigach und dort muss es zu weiteren Rangeleien gekommen sein.
Nach Aussage von Schülern, die alles vor Ort mitbekommen haben, war das größte Problem wohl die große Menschenmenge, die schlecht unter Kontrolle zu bringen war. Nach Aussage von Rainer Krautheimer gab es bereits intensive Gespräche mit den Schülern und auch Überlegungen, wie die Schule künftig mit Abistreichen umgeht.
Kein Einzelfall
Wegen einer drohenden Massenschlägerei hat die Polizei im Mai einen Abistreich in Tuttlingen vorzeitig beendet. Die Verantwortlichen des Abi-Streichs baten gegen 1 Uhr über Notruf um Hilfe, da mehrere fremde Gäste für Unruhe sorgten. ( Zum Artikel )