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Villingen-Schwenningen

NPD-Parteitag alarmiert Polizei

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Die Sache kam überraschend. Gestern hielt die NPD ihren Landesparteitag im Gasthaus "Bertholdshöhe" in Villingen ab, nach dem ihr zwei andere Tagungsorte zu heiß geworden waren. Die Polizei zog ein größeres Aufgebot Bereitschaftspolizei zusammen, nach dem linke Gruppen gedroht hatten, den NPD-Parteitag zu kippen. Doch die befürchteten Störungen blieben aus.

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Die Polizei stand bereit, als gestern im Gasthaus "Bertholdshöhe" (im Hintergrund) der Landesparteitag der NPD stattfand.
Jochen Hahne

Villingen-Schwenningen - Am späten Vormittag rollte gestern ein größerer Konvoi mit Bereitschaftspolizei aus Göppingen in Villingen ein. Die jungen Polizisten hielten sich bei der Polizeidirektion in der Waldstraße in Bereitschaft. Kleinere Trupps beobachteten den ganzen Nachmittag über das Gasthaus "Bertholdshöhe" am Wieselsberg, wo sich um 13.30 Uhr rund 70 Delegierte der Nationaldemokraten zum jährlich vorgeschriebenen Parteitag versammelten. Auch der Kripo-Mann vom Staatsschutz verfolgte das Geschehen. Am Abend nach 18 Uhr war der Parteitag beendet, die Ordnungshüter konnten Entwarnung geben: Alles war ruhig geblieben.

Ursprünglich wollten die Nationademokraten ihren Parteitag im nordbadischen Bruchsal abhalten. Doch das Antifaschistische Aktionsbündnis ("Antifa") Baden-Württemberg bekam Wind vom Tagungsort und rief via Internet dazu auf, die Versammlung zu sprengen, berichtete Polizeidirektor Roland Wössner. Gleiches geschah in Appenweier, wo die Rechten erneut ihr Glück versucht hatten. "Die beobachten sich gegenseitig im Internet", erklärt Polizeichef Wössner die Tatsache, dass die Linken stets auf dem Laufenden waren. Beim nächsten Anlauf hielt die NPD ihren Tagungsort geheim. Erst am Samstag bekam die Polizei mit, dass der Landesparteitag in Villingen stattfinden wird. Wössner geht davon aus, dass dies vermutlich über den NPD-Landesvorsitzenden Jürgen Schützinger aus Schwenningen organisiert wurde. Kurzfristig zog daraufhin die Polizei ein größeres Aufgebot zusammen. "Es gab Gerüchte, dass rund 70 Mitglieder der Antifa aus der Ortenau herkommen wollen", berichtet Wössner. Die Polizei nahm dies ernst, nach dem es an einem Kriegerdenkmal in Rammersweier bei Offenburg gestern Kundgebungen von rechten und linken Gruppen gegeben hatte. Doch es blieb alles friedlich.

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Autor: EBERHARD STADLER
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