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Villingen-Schwenningen Musiker von Weltrang spielen ein Fest der Sinne im Münster

Villingen-Schwenningen – Das Kirchenschiff ist abgedunkelt. Hell erleuchtet ist nur der Chorraum im Münster.

Ein außergewöhnliches Klangerlebnis erfahren 650 Zuhörer im Villinger Münster: Perfekt passt die Mischung aus Kirchenmusik und Jazz von Jan Garbarek (rechts) und dem Hilliard-Ensemble zu der außergewöhnlichen Atmosphäre.
Ein außergewöhnliches Klangerlebnis erfahren 650 Zuhörer im Villinger Münster: Perfekt passt die Mischung aus Kirchenmusik und Jazz von Jan Garbarek (rechts) und dem Hilliard-Ensemble zu der außergewöhnlichen Atmosphäre. | Bild: Bilder: Jochen Hahne

Andächtig und beinahe regungslos sitzen 650 Zuhörer auf den Kirchenbänken. Ein paar weiße brennende Kerzen sind die einzige Dekoration. Mehr braucht es auch nicht.

Vier Sänger stehen neben dem Altar, singen A-Cappella, daneben spielt ein Saxophonist: Diese Musik des berühmten Saxophonisten Jan Garbarek und der Sänger des Hilliard-Ensembles ist außergewöhnlich. Im Villinger Münster gewann sie gestern Abend noch mehr an Kraft. Einen geeigneteren Raum für das das Aufeinandertreffen von Kirchenmusik und Jazz-Improvisationen? Diesen gibt es nicht. „Die Akustik ist unglaublich. Das Zusammenspiel mit Jan Garbarek funktioniert auch deshalb so gut, weil er sehr sensibel reagiert“, sagt Steven Harrald, der Tenor des Hilliard-Ensembles, das bereits in vielen europäischen Kathedralen auftrat. Wahrhaftig am eigenen Leib ist dieser außergewöhnliche Klang zu spüren. Die hohen Töne, die Jan Garbarek mit seinem Saxophon erzeugt, peitschen nur so durch den Raum. Das Klangerlebnis wird noch intensiviert, als sich die Sänger im Kirchenschiff verteilen. Jan Garbarek schreitet spielend durch den Mittelgang. Jazz in Villingen – das hat eine lange Tradition. Jazz im Münster – das gab es am gestrigen Abend zum ersten Mal. „Die Sensation an der Geschichte ist, dass wir sie hierher gekriegt haben“, sagte Fritz Ewald, der mit Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier das Ausnahmekonzert organisierte. Dass Jan Garbarek und die Hilliards derart gut ankommen, hatten Dobmeier und Ewald erwartet. So gut, dass es bereits nach der ersten von zwei Zugaben stehende Ovationen und lang anhaltenden Applaus gibt. Einen Konzertbericht gibt es am morgigen Samstag auf unserer Kulturseite.

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