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Villingen-Schwenningen Münsterwieber feiern im Müwie-Stadl

Villinger Münsterwieber beeindrucken ihr Publikum mit einer fröhlichen Frauenfasnet im Münsterzentrum.

Volkstümlich ist in – und so luden die Münsterwieber zu ihrer alle zwei Jahre stattfindenden Frauenfasnet dieses Mal zum Galaabend in den Müwie-Stadl ein. Rasch bevölkerten jede Menge fesch herausgeputzter Madl und strammer Burschen – allerdings bei genauem Hinschauen außer Vikar Florian Oser doch weiblicher Natur – den großen Saal im Münsterzentrum. Barbara Stern am Akkordeon brachte mit Stimmungsliedern die Gäste in Schwung und überbrückte auch die Umbaupausen.

Uschi Schwert und Christina Storz führten mit kleinen Anekdoten durch das Programm. Gleich zu Beginn ließ es die zünftige Müwie-Kapelle, wie es sich für einen richtigen Stadl gehört, mit fetzigen Liedern so richtig krachen. Doch nicht allen Stadl-Fans war es vergönnt, diese Aufführung überhaupt mitzuerleben. D'Erna (Heidrun Jessen-Götz) und d'Agnes (Sabine Hauser) standen auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof und mussten von Schaffner Andrea Bender erfahren, dass der Zug Verspätung habe. Kurzerhand wurde mit Ratschen und so manchem Trinkspruch die Zeit überbrückt. Sind regelmäßig auftretende Prellungen an Oberschenkeln und Waden nun ein Versicherungsfall? Oder nur ein normaler Ausfluss einer Brauchtumsveranstaltung? Diese Fragen wurden zwar nicht eindeutig geklärt, aber dafür ein schmissiger Schuhplattler aufs Parkett gelegt (Carmen Bächle, Laura und Manuela Biermann, Jeanette Brüderle, Margot Dörflinger, Claudia Konegen).

Am Stammtisch fühlten sich Sieglinde Fischbeck und Gisela Hermle mit Ute Amann (Bedienung) fast wie beim Picknick vom ökumenischen Kirchentag auf dem Münsterplatz. Das jeweilige Eheleben bot reichlich Gesprächsstoff. Kurz, aber wild, war die rasante Achterbahnfahrt für elf Münsterwieber, so dass das mitgeführte Popcorn in hohem Bogen durch die Luft flog. An eine derartige Sauerei erinnert den geübten Villinger auch Konfetti, für das Schwert und Storz schon mal einen Bastelbogen mitbrachten. Hauptsache lustig, war das Motto der Gastspielgruppe Konfetti-Sisters (Sandra Butzke, Katrin Dursch, Beate Mauch, Karin Vetter). Mit pfiffigen Liedern über diverse Widrigkeiten gab es für die vier nur einen Schluss: „Ale stimmen mit ein: Ich will ein Südtstadtclown sein.“

Bei der Live-Schaltung zum traditionellen Wettstreit zwischen Glonki und Wuescht hieß es: „Mädels, wir schaffen das.“ (Christiane Bartels, Andrea Bender, Angela Faisst, Karin Huy, Heidrun Jessen-Götz, Manuela Koch, Ina Müller, Fritzi Ries, Medi Ruck, Monika Wursthorn). Beide Gruppen lösten die Aufgabe einer Tanzvorführung bravourös: Graziös wiegten sich die Wueschte in der Hüfte, doch die Trommlerwieber stellten alles und vor allem sich auf den Kopf. Die Illusion eines Tanzes im Handstand war perfekt und so sprach auch der Klatschometer den Blauweißen den Sieg zu.

Anmutig und ebenso gelenkig zeigten sich die jungen Damen vom „M & Double U“-Ballett bei ihrem Tanz mit dem Stuhl (Leitung: Anja Grüßer und Karin Krieg mit Linda Armbruster, Stefanie Heuseck, Giuliana Kayßer, Yvonne Krieg, Louisa Kuntz, Ines Neufeld, Julia Oberst, Carina Volk). Weil beide jeweils etwas Wichtiges verloren hätte, fanden sich Milizsoldat (Uschi Schwert) und Rietvogel (Christina Storz) strafversetzt zum Dienst im Wetterhäuschen wieder. Beim Pfarreitratsch ergab anhand mehrerer Begebenheiten ihre unschlagbare Logik unter anderem, dass die Kombination: katholisch – Pflanzen – Auto nur zu Unheil führen könne. Doch ihre Wettervorhersage für die hohen Tage erhöhte zum Abschluss die Vorfreude im Saal.


Dankeschön

Zum Schlusslied versammelten sich alle Mitwirkenden auf der Bühne. Der Vorstand der Frauengemeinschaft dankte unter dem lebhaften Schlussapplaus all den vielen Helfern im Saal, hinter der Bühne und in der Küche, die oft ungenannt sind, aber ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar ist. Am heutigen Mittwoch, bereits um 14.30 Uhr, wird das Programm nochmals im Münsterzentrum aufgeführt. (pre)

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