Kübler-Gruppe erweitert im Dickenhardt um 1500 Quadratmeter
Villingen-Schwenningen (rat) Die Unternehmer Lothar und Gebhard Kübler haben den symbolischen ersten Spatenstich für eine neuerliche Werkserweiterung gesetzt. Kübler ist heute einer der weltweit führenden Hersteller von Drehgebern. Das sind intelligente Positionssensoren zur Steuerung von Anlagen. Die Produkte des Unternehmens messen Bewegung oder Drehzahl und geben die Signale an Steuerungen weiter. Anwendungen finden sich in vielen Branchen, etwa Solar- und Windkraftanlagen, Computertomographen, Stahlwerken und Maschinen und Anlagen jeder Art. Ebenfalls zum Programm gehören Zähl- und Prozessgeräte. Ein dritter Bereich, die Übertragungstechnik, wurde erst vor wenigen Jahren in das Portfolio aufgenommen.
Bereits 2007 hatten die Unternehmner den Firmenstandort in der Schubertstraße ausgebaut und um 2500 Quadratmeter Produktionsfläche erweitert. Dass bereits vier Jahre später eine weitere Werkserweiterung ansteht, damit hatte man trotz der damals schon geplanten kontinuierlichen Umsatzsteigerung nicht gerechnet. „Drei Gründe gibt es dafür“, so Lothar Kübler: „Die derzeit gute Konjunktur, der erfolgreiche Erschließung neuer Kunden und Märkte und eine Vielzahl von neuen Innovationen, die Kübler marktreif machen will.“ Bereits zum Jahresende soll der Neubau fertiggestellt sein. Das Unternehmen beschäftigt in Schwenningen 250 und weltweit inzwischen 360 Mitarbeiter. Der Erweiterungsbau im Bereich des bisherigen Firmenparkplatzes hat 1500 Quadratmeter. „Wir verdoppeln die Fläche für Produktentwicklung und Industrialisierung und schaffen Platz für weitere Fertigungsinseln und optimierte logistische Prozesse“, erklärt Lothar Kübler.
Zur Kübler-Gruppe, wie sich der Schwenninger Familienbetrieb heute nennt, gehören inzwischen acht internationale Töchterunternehmen, drei Produktionsstandorte und Vertriebspartner in über 50 Ländern. Die Exportquote liegt bei 65 Prozent. Nachdem man 2010 den Umsatz um über 50 Prozent steigerte, erwartet Kübler in diesem Jahr ein Plus von 15 Prozent und ist aktuell leicht über Plan. Das Umsatzziel liegt laut Lothar Kübler bei 45 Millionen Euro.
Oberbürgermeister Rupert Kubon half nicht nur beim Spatenstich eifrig mit, sondern lobte die Firma einmal mehr als vorbildliches Unternehmen. Die Stadt wolle dafür sorgen, dass Schwenningen auch weiterhin ein guter Unternehmensstandort sei; daher werde bald die Schubertstraße mit einem neuen Belag versehen. Zuvor hatten die Küblers bei der Stadtverwaltung moniert, dass die Zufahrtsstraßen im Industriegebiet Dickenhardt in einem „erbärmlichen Zustand“ seien und dass sich auch das Umfeld „dringend optisch verbessern“ müsse. Internationale Kunden seien schließlich bessere Industriegebiete gewöhnt.