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Landesgartenschau Marco Bandero singt sich auf Platz drei

04.09.2010
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Villingen-Schwenningen – Während die 34 Künstler, die bei der Vorentscheidung vom 2.

bis 4. Juni angetreten waren, vor fast leeren Rängen sangen, hörten den neun Finalisten gestern etwa 600 Menschen zu. Eigentlich kamen zehn Künstler in die Endrunde, doch Phil Stewman aus Halle war krank.

180 Punkte jeweils erreichten die Sängerinnen Linda Stark aus Hamburg und Christina Thiedig aus Dettingen. Linda Stark zog mit ihrer fast schon sinnlichen Ballade „Beautiful Disaster“ das Publikum im Showzelt der Landesgartenschau in ihren Bann. Eigentlich komme sie aus Reutlingen, so die 22 Jahre alte Tanzlehrerin, die Schauspiel- und Gesangserfahrung hat. Die Juroren waren von der jungen Frau begeistert. So lobte Musikproduzent Nils Brandt beispielsweise die besondere Stimmfarbe.

„You never gonna catch me“, meinte Christina Thiedig, doch die Jury war ganz anderer Meinung und „fing“ die sympathische Sängerin aus der Nähe von Stuttgart. Eigentlich sei der Song doch sehr schwierig gewesen, meinte Juror Frank Hartl. Der Geschäftsführer aus dem „Okay“ in Donaueschingen forderte zusätzlich ein kurzes A-cappella-Stück, um das Gesamtpaket komplett zu machen. „Die Jury führt sich ja fast schon wie im Fernsehen auf“, hörte man so manche Stimme aus dem Publikum, das wohl die eine oder andere Entscheidung nicht so mittragen konnte.

Mit 177 Punkten kam der blinde Sänger Michael Haaga aus Radolfzell auf den zweiten Platz. Mit seinem selbstgetexteten und komponierten Beitrag „Königin und Untertan“ war der Sänger der eindeutige Liebling des Publikums. Sogar die Jury gab ihm stehend Beifall, was gestern eine einmalige Angelegenheit war. „Mit ihrem Mut hier aufzutreten, bewegen Sie die Menschen. Sie werden noch weit kommen“, so Jurymitglied Nina Heiler, die die John-Cranko Schule in Stuttgart besuchte. Marco Bandero aus Villingen, der bürgerlich Marco Gässler heißt, kam mit 170 Wertungspunkten auf den dritten Platz mit seinem Schlager „So ne Perle“. Obwohl die Jury ihm eine gute Ausstrahlung bescheinigte, fehlte es doch an der Performance.

Dieses Kriterium, die Ausstrahlung und letztlich die Stimme, waren ausschlaggebend für die Bewertung der Juroren, zu denen auch der Sänger Don Mellow, der Schlagersänger Bert Silver, Christian Schulze von der Plattenfirma EMG und Musikproduzent Rolf Wetzel aus Donaueschingen-Aasen gehörte. Wetzel war es auch, der den Wettbewerb initiierte. „Wir wollen den Nachwuchs fördern und das Schlagermotto wurde dem Großteil des Publikums auf der Gartenschau angepasst“, so der Musikproduzent. Insgesamt hatten sich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 450 Menschen beworben und jeden Beitrag musste man sich im Vorfeld anhören. Zu den zehn Besten zählten auch die Schwenningerin Sandra Bächle mit „You make it real“ und der Villinger Alexander Gambin, der den Schlagerklassiker „Hello again“ von Howard Carpendale vortrug.

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