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Villingen-Schwenningen Landrat als Prediger in Vesperkirche

Großer Andrang am ersten Tag in der Pauluskirche, 364 Ehrenamtliche helfen bei der Vesperkirche mit.

Seit Sonntag ist die Schwenninger Pauluskirche wieder eine Zufluchtsstätte für sozial schwache und hungrige Menschen. In den nächsten vier Wochen erhält jeder Gast ein warmes Mittagessen zum Preis von einem Euro für Bedürftige oder zum Selbstkostenpreis von etwa vier Euro. Jeder der kann und mag, darf diesen Betrag beliebig erhöhen, um sich so an der Finanzierung der Vesperkirche zu beteiligen. Zusätzlich warten Kaffee und Kuchen oder eine Vespertüte auf hungrige Menschen. Gleichzeitig ist die Kirche auch zur Begegnungsstätte geworden. Denn die Vesperkirche soll nicht den nur Hunger des Leibes befriedigen, sondern auch die Seele sättigen. Diese Botschaft verkündeten die beiden mit der Organisation befassten Pfarrer Andreas Güntter und Pfarrer Hans-Ulrich Hofmann. Es gehe um die Begegnung der Menschen an einem Ort, der niemanden ausschließt. Jahr für Jahr gibt es neue Begegnungen, die Gäste tauschen ihre Lebensgeschichte aus und die Menschen kommen einander näher, erzählt Andreas Güntter. In diesem Jahr konnte sich die Gemeinschaft der Helfer, immerhin 364 Ehrenamtliche sind im Einsatz, über einen prominenten Gast freuen. Sven Hinterseh hielt die Predigt im Eröffnungsgottesdienst. Schon vor 2000 Jahren habe es schwere Wirtschaftskrisen und Kriege gegeben und Arbeitslose mussten um ihr tägliches Brot kämpfen. „Heute sehen wir schon seit vielen Monaten sehr viel Leid“, so Sven Hinterseh in seiner Predigt, „und es kommen viele Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen. “ Zum anderen habe man am unteren Ende der Gesellschaft Menschen, die ebenfalls Hilfe benötigen, fuhr der Landrat fort, und es sei wichtig, diese Menschen nicht gegeneinander auszuspielen. Es gebe viel Ungerechtigkeit und die Güter seien ungleich verteilt, prangerte Prediger Hinterseh an. Es sei doch wichtig, dass ein Mensch von seiner Arbeit leben und seine Familie unterhalten könne. Ein ganz spezielles Markenzeichen der Vesperkirche ist die Freundlichkeit, mit der jeder Gast empfangen wird. Getragen wird die Vesperkirche von den evangelischen Kirchen in Schwenningen. Damit die Vesperkirche, die täglich um 11 Uhr ihre Pforten öffnet, funktionieren kann, ist man aber nicht nur auf die ehrenamtlichen Helfer angewiesen, auch viele Sponsoren und etliche Künstler, die sich zu Benefizkonzerten zusammenfinden, tragen zum Gelingen bei.

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