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19.02.2013  |  0 Kommentare

Villingen-Schwenningen Kauf-Option fürs Rössle bis Ende Juni

Villingen-Schwenningen -  Offiziell gibt es zwar von niemandem eine Stellungnahme, doch hinter den Kulissen geht in Sachen Schwenninger Rössle einiges. Am Zug ist jetzt zunächst einmal die Firmengruppe Krause aus Bayreuth.

Ein Einkaufszentrum, das im Moment keines mehr ist: s'Rössle. Die Versuche zur Wiederbelebung laufen.  Bild: SChwillo



Sie hat eine Kaufoption auf das Areal.

Die Bayreuther, die auch bei der geplanten Bebauung des ehemaligen Tonhallenareals im Stadtbezirk Villingen mitmischen, haben sich eine Option auf das Rössle-Areal gesichert, die bis Ende Juni läuft. Zeit für Krause, um ein tragfähiges Konzept für den Standort zu entwickeln, an dem seit Jahren nichts mehr geht. Das Unternehmen, das das Rössle nicht abreißen, sondern mit hohem Aufwand umbauen möchte, ist derzeit auf der Suche nach Unternehmen, die bereit wären, ins Rössle einzuziehen. Der Projektentwickler der Firma Krause, Reinhard, sagte gestern, dass man derzeit mit vielen möglichen Mietern – darunter auch Lebensmittlern – im Gespräch sei, bislang aber noch nichts „Belastbares“ vermelden könne. Reinhard sprach indes von einem großen Interesse, auf das das Projekt stoße, und gab sich, was dessen Realisierung anbelangt, optimistisch.

Die Firma Krause ist nicht das einzige Unternehmen, das einen Blick auf das Rössle-Areal in der Schützenstraße geworfen hat. Bei dem zweiten Projektentwickler handelt es sich um die Firma Ten Brinke. Das holländische Unternehmen ist auch in Deutschland sehr aktiv, entwickelt Immobilienprojekte auf den Gebieten Einzelhandel (Einkaufszentren, Bau- und Supermärkte, Fachmärkte), Logistik, Bürogebäude, Gewerbebau, Fastfood und Tankstellen in ganz Deutschland. Ein Firmensprecher wollte sich gestern zu den Plänen in Villingen-Schwenningen nicht näher äußern, bestätigte aber, dass man das Thema Rössle „auf dem Tisch“ habe. Die Holländer hatten in dem Bieterverfahren gegen Krause zunächst einmal den Kürzeren gezogen, würden möglicherweise aber wieder zum Zuge kommen, wenn Krause seine Option nicht ziehen würde.

Informationen dieser Zeitung zufolge weicht das Konzept von Krause und Ten Brinke vor allem dadurch voneinander ab, dass Letztere das jetzige Rössle komplett abreißen und neu bauen möchte. Beide Planungen scheinen in einem übereinzustimmen: Es soll angedacht sein, dass auf dem noch unbebauten Areal im Bereich des Alten Angels Parkplätze geschaffen werden sollen. Diese Grundstücke sind im Besitz der Stadt.

Relativ zurückhaltend äußert sich Oberbürgermeister Rupert Kubon. Der Stadt – so der OB – komme es vor allem darauf an, dass dort ein „langfristig tragfähiges Konzept entsteht“. Immerhin: Für den Oberbürgermeister scheint dies bei beiden Projektentwicklern der Fall zu sein. Aber: Der OB sagt auch, dass er in Sachen Rössle „ein gebranntes Kind“ sei und letztlich erst an eine Realisierung glaube, „wenn die Verträge unterzeichnet sind“.

An wen das Rössle letztlich gehen wird, wird Berlinovo entscheiden. Stefan Siebner, Leiter der dortigen Unternehmenskommunikation, bestätigte gestern die Option Krauses zum Kauf des Objekts bis Ende Juni.

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