Villingen-Schwenningen Kabel BW: Immer Ärger mit dem Netzbetreiber
Die Kabel BW sorgt für Ärger bei den Villingern.
„Eigentlich wollte ich nur einen preiswerten Telefon- und Internetvertrag, wenn ich gewusst hätte was da auf mich zukommt, hätte ich lieber die Finger davon gelassen.“
Angefangen habe es damit, dass der Anschluss erst Wochen nach dem zugesagten Termin verfügbar war. Dann tauchte auf der Rechnung ein Bereitstellungsentgelt auf. „Die Verkäuferin im Kabel-BW-Shop in Villingen hatte mir zugesagt, darauf zu verzichten“, sagt der Mann. An der Hotline habe man davon nichts mehr wissen wollen. „Die Dame am Telefon sagte, das interessiere sie nicht, denn der Shop stünde in keiner Beziehung zu Kabel BW“, sagt der Chauffeur. „Für einen normalen Menschen ist das aber nicht nachvollziehbar“, findet er.
Dann kam völlig überraschend die erste Mahnung. Wie sich herausstellte, waren im Shop die falschen Kontodaten notiert worden. „Als Kabel BW mir dann auch noch Bankrücklastgebühren und die Kosten für ein eigentlich gekündigtes Antivirenprogramm aufbrummen wollte, war es mit meiner Geduld zu Ende. Ich schrieb einen Einschreibebrief an Kabel BW, dann noch einen“, erzählt der verärgerte Kunde. Hinzu kamen E-Mails und mehrere Besuche im Shop, aber alles nutzte nichts. „Die feinen Herrschaften hatten es nicht nötig, darauf zu reagieren. Sie wussten eine bessere Lösung: Sie stellten mir das Telefon ab.“
Kabel-BW-Pressesprecherin Melanie Degueldre-Beyer bestätigt: „Mit Sicherheit wurde bei Vertragsabschluss von unserem Vertriebspartner ein Fehler gemacht.“ Allerdings habe der Kunde in der Folge auf mehrere Aufforderungen, seine Daten zu korrigieren, und weitere Anschreiben nicht reagiert. „Damit nahm alles seinen Lauf“, heißt es von Kabel BW.
Dann erreichte den Villinger im Dezember ein Anruf, in dem ihm – sehr nett, wie er einräumt – ein Entgegenkommen in Aussicht gestellt wurde. Das Telefon sei sofort freigeschaltet worden. Laut Pressesprecherin wurden dem Kunden Entgelte für November und Dezember gutgeschrieben und sämtliche Gebühren ausgebucht. Der Villinger habe zudem eine E-Mail mit aktualisiertem Kundenkontoauszug erhalten.
"Ich habe die Schnauze voll." Ein Chauffeur aus Villingen ist alles andere als gut zu sprechen auf den Netzbetreiber Kabel BW. Seit er im Sommer 2011 mit Telefon- und Internetanschluss zu dem Unternehmen gewechselt ist, sei alles schief gegangen, ihm sogar mit der Polizei gedroht worden. Wie es tatsächlich weiterging stellt sich für den frustrierten Chauffeur etwas anders dar. Er habe zwar ein Gutschrift von Kabel BW zugesendet bekommen, damit sei ihm aber ein Malheur passiert: Er interpretierte das Schreiben als Rechnung und überwies den Betrag an das Unternehmen. „Als Dank wurde mir das Telefon abgestellt.“ Melanie Degueldre-Beyer macht geltend, dass die Forderungen für die tatsächlich erbrachten Leistungen nicht beglichen worden seien.
Der Kunde jedenfalls sah Rot. „Sind sie noch ganz bache?“, habe er die Mitarbeiterin im Laden in bestem Villingerisch gefragt und sie aufgefordert: „Holen Sie mich aus der Scheiße raus.“ Die Frau habe kein Verständnis für seinen Ärger gezeigt, ihn aufgefordert den Shop zu verlassen und wollte sogar die Polizei rufen. „Sie hat mich rausgeschmissen“, sagt der Mann fassungslos. Dabei sei er durchaus sachlich und freundlich gewesen.
Die Kabel-BW-Sprecherin bezeichnet sein Verhalten jedoch als „unschön“. Die Mitarbeiterin im Shop habe sich nicht anders zu helfen gewusst, als mit der Polizei zu drohen.
„Ich weiß nicht, was Kabel BW eigentlich noch von mir will“, sagt der Chauffeur aus Villingen. „Ich bin einfach nur noch sauer“, sagt er.
Inzwischen hat das Unternehmen jedoch eingelenkt. Nach Angaben von Melanie Degueldre-Beyer wurde das Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung beendet. „Die offenen Forderungen haben wir aus Kulanzgründen erlassen.“ Der verärgerte Kunde bestätigt die Angaben des Unternehmens, so richtig versöhnt scheint er aber nicht zu sein. Schließlich habe ihn das Theater Geld und zehn Stunden seiner Lebenszeit gekostet.

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