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Villingen-Schwenningen Jetzt diskutiert das Internet über das zentrale Rathaus

10.10.2012
Villingen-Schwenningen -  Der Oberbürgermeister wendet sich sehr staatsmännisch und getragen über Youtube an die Netzgemeinde. Nicht alle sind begeistert.

Hier spricht Oberbürgermeister Rupert Kubon staatsmännisch, getragen und etwas langsam zur Internetgemeinde. Sein Thema, wen wundert es, das geplante neue zentrale Rathaus.  Bild: Quelle: Youtube

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Für das neue zentrale Rathaus kämpft Oberbürgermeister Rupert Kubon an allen Fronten. Auch im Internet ist das Stadtoberhaupt überaus aktiv, um für das Millionenprojekt zu werben. Auf dem Videoportal Youtube hat er ein Video einstellen lassen: Sehr staatstragend, manchen zu langsam, spricht er da zu seinem Volk, momentan klickten es 717 Anhänger an.

Aber das Internet wäre nicht das Internet, wenn nicht alles kommentiert würde. Ein Blick auf das soziale Netzwerk Facebook beweist es. Dort werden im Benutzerbereich von Rupert Kubon die Kosten des Videos und auch die Werbeplakate unter die Lupe genommen.

Dabei sind die üblichen Benimmregeln des Internet außer Kraft gesetzt: Geduzt wird nicht, es herrscht das förmliche Sie vor. So will ein Dominik T. Ratzinger wissen: „Sie müssen eine Werbeagentur damit beauftragen, ein einfaches Video zu drehen, obwohl es eine eigene IT-Abteilung der Stadt gibt?“ Ob es da wohl eine Ausschreibung gegeben habe?

Kurz darauf meldet sich Serhan Sidan zu Wort, der bekennt, das Video auf eigene Rechnung produziert zu haben, um den Standort zu unterstützen. Inzwischen dreht sich die Debatte aber auch um die Finanzierung der Werbeplakate, die überall in der Stadt stehen. Kubon bemüht sich gleich zwei Mal: Die Plakate wurden von den abgebildeten Personen bezahlt, das Video von dem Unterstützer der zentralen Verwaltung.

Zu den Diskussionen äußern sich die Nutzer unterschiedlich. Manche halten sie einfach nur für „langweilig“. Claudia Sailer wundert sich, dass ein Bürgermeister den ganzen Tag Zeit habe, um bei Facebook etwas reinzuschreiben. Einige Nutzer spekulieren bereits, dass das neue Rathaus ein Prestigeprojekt werde.

Ein Chrstn Wpnhnsch philosophiert darüber, dass keine Abstriche an den Materialien gemacht werden sollten. Von dieser Aussage hin zur ungesicherten Vermutung, dass in das neue zentrale Ratsgebäude Marmor eingebaut werde, ist es im Internet kein weiter Weg.

Im Internet tummeln sich viele Jugendliche, das macht sich bei der Debatte bemerkbar. In VS sei für Jugendliche nichts los. Auch konkrete Probleme werden angeschnitten, zum Beispiel die Sanierung des Gymnasiums am Deutenberg. Ein Nutzer, Maximilian Horstmann, kritisiert Kubon ganz direkt: „Sie sollten sich mal Gedanken um die Zukunft von uns, der Jugend, machen.“ Kubon antwortet meist sehr schnell, er habe übrigens keinen Mitarbeiter dafür abgestellt, sondern mache es selbst, hieß es gestern bei der Stadt.
 

Hier können Sie das Youtube-Video von Oberbürgermeister Rupert Kubon sehen:
 

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