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Villingen-Schwenningen In Villingen-Schwenningen bewegt sich was: Fläche für Boulderhalle am Klosterhof reserviert

Jetzt müssen sich Investor und Stadt noch über den Kaufpreis einigen. Baubeginn im Spätherbst auf dem Gelände des früheren Familienparks möglich. Größte Einrichtung in der Region geplant

Einen großen Schritt weiter kam gestern Investor Thomas Kohler: Der Mann, der in Villingen-Schwenningen eine Boulderhalle errichten möchte, kann nun auf seinem Wunschstandort Klosterhof weiterplanen. Die Stadt sichert ihm grundsätzlich eine etwa 3500 Quadratmeter große Fläche südöstlich des geplanten jugendkulturellen Zentrums zu. Kohler möchte im Spätherbst, also im Oktober oder November, zu bauen beginnen. Im Sommer nächsten Jahres soll das Zentrum dann stehen. Allerdings muss die Stadt zunächst das Grundstück an den Unternehmer aus Zimmern ob Rottweil verkaufen.

Ob die Verhandlungen noch am Grundstückspreis scheitern könnten? In den Verhandlungen "haben wir einen sehr engen Korridor abgesteckt", innerhalb dessen die Preisvorstellungen liegen, meint Kohler auf Anfrage. Er gibt sich daher vorsichtig optimistisch, dass es mit dem ambitionierten Projekt klappt. Kohler plant neben der Freifläche mit einem Zentrum von 1300 Quadratmetern, davon entfallen 1200 Quadratmeter auf ein Hauptgebäude und 100 Quadratmeter auf einen 15 Meter hohen Kubus, in dem gesichertes Klettern möglich ist.

Bouldern ist ein Klettersport ohne Eigensicherung. Er wird nur in einer Höhe betrieben, in der noch ein gefahrloser Absprung auf Matten möglich ist. Kohler selbst ist ein begeisterter Boulderer, er kennt die Szene. Sicher werde es ein paar Jahre dauern, um das Boulderzentrum zu etablieren, vor allem da es in Villingen noch einen weiteren, allerdings noch nicht geöffneten Boulderbetrieb gibt. Möglicherweise werde der Alpenverein mit einer kleinen Vertretung in die Halle miteinziehen, kündigt Kohler an.

Auf den teils zweistöckigen Flächen werden Kinder- und Sozialbereiche, die Verwaltung und das Lager untergebracht. Ansonsten sind zahlreiche Boulderrouten aller Schwierigkeitsgrade geplant. Bouldern soll auf kleinen Felstürmen auch noch im Außenbereich möglich sein. Dort ist eine Terrasse geplant, außerdem hält Kohler noch eine Erweiterungsfläche in der Hinterhand. Daneben will er ein eigenes Areal mit Slacklines einrichten: Hier können die Sportler auf dünnen Bändern balancieren. Als Parkplatz dient die bereits angelegte Schotterfläche am Rande des ehemaligen Familienparks. Sollte es zu einer Einigung über den Kaufpreis kommen, werde die Stadt die Fläche baufertig übergeben, führt der Unternehmer aus. Das heißt, mögliche Altlasten wie frühere Entsorgungsleitungen, würden beseitigt.

Obwohl sich die Gespräche mit der Stadt lange hingezogen hätten, sieht Kohler die nun gefundene Lösung als konstruktiv an. Thomas Kohler, hauptberuflich in dem Familienunternehmen Heko einer von drei Geschäftsführern blickt daher, was die Realisierung des Boulderzentrums angeht, zuversichtlich in die Zukunft.

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