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VS-Villingen – Antiquiert? Oder, wie es in der Jugendsprache heißt, verstaubt?

Dass dies keineswegs auf die alemannische Mundart zutrifft, beweisen fünf Schüler des Hoptbühl-Gymnasiums. Mit ihren Werken – Gedichte und Dialoge – gehören sie zu den Siegern im Mundartwettbewerb für Schulen in Baden-Württemberg.

„Alle engagieren sich in der Literaturwerkstatt“, erzählt Hartmut Danneck, der die Arbeitsgemeinschaft am Hoptbühl-Gymnasium betreut und seit sechs Jahren leitet. Zum Gewinner-Team gehören die Zehnt- beziehungsweise Zwölftklässler, Ramin Ahmari, Vivia Erler, Felicia Lewedei, Sophia Kaiser und Rike Richstein.

Welchen Platz die Hoptbühl-Schüler belegen, verraten die veranstaltenden Vereine – Muettersproch-Gsellschaft und Schwäbische Mundart – noch nicht. Auch Hartmut Danneck und seine Schüler werden nicht vorab davon unterrichtet. Die Klassen- und Einzelsieger werden bei einem Mundartfest an den St.-Ursula-Schulen in Villingen am Samstag, 9. Juli, um 17 Uhr mit ihren preisgekrönten Arbeiten vorgestellt. Erst dann heißt es, „gwonne hont/hent/hawwet...“. Der Vorsitzende des Fördervereins Schwäbischer Dialekt, Staatssekretär Hubert Wicker (a. D.) ehrt die Preisträger. Zehn Texte hätten die Schüler eingereicht und sich nicht nur auf die alemannische Mundart beschränkt. Ihre Werke haben sie abwechselnd in der Sprache der jungen Leute und Hochdeutsch verfasst. „Begegnungen: Mundart und andere Sprachen“ lautet der Titel ihres Konzeptes.

Er freue sich sehr über den Preis, erzählt der Deutsch- und Geschichte-Lehrer Hartmut Danneck. Beim Mundart-Wettbewerb sind die Hoptbühl-Schüler nicht zum ersten Mal sehr erfolgreich. Zwei Schülerinnen hätten bereits vor zwei Jahren mit ihren Gedichten gewonnen, so Danneck.

Im Anschluss an die Preisverleihung moderiert das alemannische Urgestein Wolfgang Miessmer ab 19.30 Uhr einen Mundartabend mit Autoren aus den beiden Mundartvereinen. Hanno Kluge und Wolfgang Wulz vertreten die Württemberger Schwaben, Johannes Kaiser und Wendelinus Wurth die badischen Alemannen. Mundartautor Hanno Kluge, der Vorsitzende der Jury, sieht die Wettbewerbsbeiträge als „Beweis dafür, welcher Stellenwert der Auseinandersetzung mit dem heimischen Dialekt an vielen Schulen im Land beigemessen wird. „Wenn man sieht, mit welcher Begeisterung die Schüler und Schülerinnen bei der Sache waren, man kann eigentlich nur ein Fazit ziehen, weiter so.“

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