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04.05.2010  |  0 Kommentare

Villingen-Schwenningen Hagelflieger ist jetzt einsatzbereit

Villingen-Schwenningen -  Die mittlerweile über 1500 Mitglieder des Vereins zur Hagelabwehr haben es doch noch geschafft. Bis Ende August kann das Flugzeug jetzt zur Hagelabwehr in der Region eingesetzt werden.

 Bild: Bild: Dieter Reinhardt



Villingen-Schwenningen (gb) Der Hagelflieger schwebt in Donaueschingen ein und Heinz Messner strahlt. Für den Vorsitzenden des Vereins zur Hagelabwehr war es ein großer Tag. Die mittlerweile über 1500 Mitglieder haben es doch noch geschafft. Bis Ende August kann das Flugzeug jetzt zur Hagelabwehr eingesetzt werden.

Entstanden war die Initiative für den Hagelflieger nach dem schweren Hagelunwetter, das 2006 insbesondere Villingen-Schwenningen und Trossingen heimgesucht hatte. Damals gab es Schäden von über 200 Millionen Euro. Das Credo des Vereins: „So etwas darf sich nie mehr wiederholen.“ Doch der Verein stieß auch auf mancherlei Skepsis. Nicht alle glauben an die Wirksamkeit des Hagelfliegers, der Silberjodid versprüht und so die Hagelkörner in Regen oder zumindest kleinere, ungefährlichere Körner umwandeln soll.

Aus dem Konzept hat das den Verein nicht gebracht. Er verwies immer wieder auf die positiven Erfahrungen im Rems-Murr-Kreis oder in den USA, wo Hagelflieger großflächig eingesetzt werden. Messner: „Ich bin von der Wirksamkeit überzeugt.“ Über 100 000 Euro sammelte der Verein in relativ kurzer Zeit, konnte dabei auf die Unterstützung von inzwischen 1500 Mitgliedern, Sponsoren und Kommunen setzen.

Oberbürgermeister Rupert Kubon war dabei, als der Hagelflieger auf dem Donaueschinger Flugplatz landete. „Eine großartige Sache. Ein Musterbeispiel für bürgerschaftliches Engagement“, sagte er. Kubon erinnerte daran, dass die Stadt Villingen-Schwenningen ihre Zusage zur Unterstützung des Projekts eingehalten habe. Der Oberbürgermeister räumte ein, dass der Einsatz des Fliegers gerade auch im Landesgartenschau-Jahr beruhigend wirke.

Rainer Schopf ist einer der Piloten, die in der Region künftig für Sicherheit sorgen werden. Er kündigte an, dass wenn es besonders dramatisch werde und die zweite Maschine andernorts nicht im Einsatz sei, sogar zwei Flugzeuge starten könnten. Die drei Piloten haben den beiden Maschinen bereits neue Namen gegeben. Sie heißen jetzt „Heinz 1“ und „Heinz 2“. Damit würdigen sie das Engagement des Vereinsvorsitzenden Heinz Messner.

Der Hagelflieger ist ab sofort in Donaueschingen stationiert. Dort seien die technischen Bedingungen für den Einsatz besser als auf dem Flugplatz in Schwenningen. Die Piloten erhalten jeden Morgen Daten von einem Wetterdienst in Karlsruhe. Ist Hagelgefahr angesagt, macht sich der Pilot auf nach Donaueschingen, geht dort in Bereitschaft und bekämpft bei Bedarf den drohenden Hagel. Für die Finanzierung im kommenden Jahr sollen weitere Kommunen, Unternehmer und Privatleute mit ins Boot geholt werden.

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