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21.05.2012  |  0 Kommentare

Villingen-Schwenningen Gratulanten zum Reinhardt-Jubiläum

Villingen-Schwenningen -  Die Ernst Reinhardt GmbH besteht seit 75 Jahren. Jetzt kam hoher Besuch

Martin Sackmann (2.v.r.) und Klaus Storz (4.v.r.), die beiden Geschäftsführer der Ernst Reinhardt GmbH, zeigen Oberbürgermeister Kubon (3. von rechts) und Wifög-Geschäftsführer Georg Seeck (rechts) die Produktions-Abteilung des Traditions-Unternehmens.  Bild: Stadtverwaltung



Alles begann mit Apparaten zum Ausbrüten von Hühnereiern. Heute ist die Ernst Reinhardt GmbH ein Global Player bei der Produktion für Wärmebehandlungs- und Beschichtungsanlagen sowie Slush-Moulding-Anlagen. Bei einem Besuch des Stammsitzes in Villingen-Schwenningen informierten sich Oberbürgermeister Kubon und Georg Seeck, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft GmbH (Wifög), über die Erfolgsgeschichte des Traditionsunternehmens, das in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiert.

In direkter Nachbarschaft zum Villinger Bahnhof entstehen auf einer Produktionsfläche von rund 6000 Quadratmetern ausgereifte wärmetechnische Systemlösungen, so auch Anlagen für das Slush-Moulding-Verfahren. Mit diesen können passgenau Formhäute, die beispielsweise den Innenraum von Autos und Flugzeugen verkleiden, hergestellt werden. „Die überaus strapazierfähigen Slush-Häute passen sich millimetergenau an die jeweilige Oberfläche und Zwischenräume an“, preist Geschäftsführer Klaus Storz die Vorzüge des innovativen Verfahrens. Aber auch Wärmebehandlungsanlagen, die zum Beispiel für das Aushärten von Bremsbelegen einsetzbar sind, werden im Hause Reinhardt konzipiert und gefertigt. „Wir machen alles bis 600 Grad Celsius“, erklärt Storz.

Die Endprodukte, die mit den Rotationsformanlagen der Ernst Reinhardt GmbH produziert werden, sind überaus vielfältig und reichen vom Dixi-Klohäuschen über Kajaks bis hin zum „Afrikanischen Tablett“, einer äußerst praktischen Kombination aus Schreibunterlage und Wasserbehälter für Schulkinder.

Als wichtiger Zulieferer für die Automobilindustrie verzeichnet die Ernst Reinhardt GmbH nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten inzwischen eine positive Entwicklung: „Wir sind wieder am Wachsen. Als stark exportorientiertes Unternehmen haben wir sehr viele interessante Projekte im Ausland. So gehen wir gerade sehr stark in den amerikanischen und indischen Markt, der für Automobilzulieferer enorme Zukunftschancen bietet“, erklärt Geschäftsführer Martin Sackmann. Die Zusammenarbeit mit dem Partner auf dem indischen Subkontinent besteht schon seit 15 Jahren und wurde nun noch enger gefasst. Aber auch in Mexiko und China ist das Unternehmen aktiv, das am Standort Villingen-Schwenningen circa 90 Mitarbeiter beschäftigt und im vergangenen Jahr rund zwölf Millionen Euro umgesetzt hat. „Reinhardt ist inzwischen ein weltweiter Markenname“, blickt Sackmann zuversichtlich in die Zukunft.

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