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Villingen-Schwenningen Gesundheit und Lücken im System

Mit dem bereits dritten, bundesweit ausgeschriebenen Tannheimer Fachsymposium zum Thema „Wenn junge Patienten erwachsen werden“ wollen die Nachsorgeklinik Tannheim sowie die Deutsche Kinderkrebsnachsorge erneut die Öffentlichkeit, die Politik und die Leistungsträger auf die Lücken im Gesundheitssystem aufmerksam machen und laden alle Interessierten zum Tannheimer Fachsymposium am morgigen Freitag, 21. März, ab 13.30 Uhr in die Neue Tonhalle, VS-Villingen ein. In einer Podiumsdiskussion, moderiert von Inge König, Redaktionsleiterin des „Gesundheit“-Magazins aus dem Medienhaus SÜDKURIER, sollen sich die Diskussionsteilnehmer mit den wichtigen Fragen zum Tagungsthema „Transition – eine Herausforderung für Kliniken, Leistungsträger und Politik“ auseinandersetzen.

Es gelte, hier besonders den Übergang von einer kindzentrierten hin zu einer erwachsenenorientierten Gesundheitsversorgung in Deutschland zu sichern und die dafür notwendigen medizinisch-therapeutischen Behandlungsplätze, die strukturellen und vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen festzulegen. Gerade zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen die Podiumsteilnehmer Lothar Riebsamen, Mitglied des Bundestags und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Erster Direktor Hubert Seiter von der deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und Thorsten Kapitzki-Nagler, stellvertretender Referatsleiter „Rehabilitation und Sozialer Dienst“ der AOK Baden-Württemberg Stellung beziehen, denn solange die Anpassung der Pflegesätze nur im Rahmen der Grundlohnrate erfolgt, sind Rehabilitationseinrichtungen wie die Nachsorgeklinik Tannheim und Kliniken immer mehr in ihrer Existenz gefährdet, so die Kritiker.

Roland Wehrle, Geschäftsführer der Nachsorgeklinik Tannheim und Stiftungsvorstand der Deutschen Kinderkrebsnachsorge hofft, dass auch das dritte Tannheimer Fachsymposium dazu beiträgt, eine weitere Lücke im Gesundheitssystem zu schließen und freut sich auf Unterstützung aus der Bevölkerung, damit chronisch kranke Patienten eine Zukunft haben und Kliniken sowie Rehabilitationseinrichtungen nicht weiter in ihrer Existenz gefährdet werden. Roland Wehrle: „Das kann so nicht weitergehen – Tannheim etwa fehlen bei einer 100-Prozent-Belegung jährlich über 600 000 Euro, die über Spenden gedeckt werden müssen, um die medizinisch-therapeutische Arbeit zu sichern.“

Informationen im Internet:

www.tannheim.de

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