Stadtwerke haben sich auferhöhten Gasbedarf eingestellt
Keine Probleme sehen die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) mit der Gasversorgung in ihrem Leitungsnetz. Dies betonte der städtische Energieversorger auf Nachfrage.
Im gesamten süddeutschen Raum, so die Stadtwerke, werde die Gasversorgung derzeit sicherlich an den Kapazitätsgrenzen gefahren. „Allerdings sehen wir darin keinen Grund zur Beunruhigung“, teilte SVS-Pressesprecherin Julia Muth mit. Das Erdgasnetz der SVS, aber auch des dazugehörenden Zweckverbandes Gasversorgung Baar (ZVB), sei so dimensioniert, dass Spitzenlasten abgedeckt werden könnten. Gerade am Morgen, wenn viele Haushalte gleichzeitig die Heizung hochdrehten, gehe der Gesamtbedarf im Moment stark nach oben. „Wir haben seit Einbruch der Kälteperiode verschiedene netzbezogene Maßnahmen eingeleitet, um diesem erhöhten Erdgasbedarf gerecht zu werden“, berichtete die Pressesprecherin.
Unter anderem sei die Gaskugel an der B 33 zur Netzunterstützung zugeschaltet und die Eigenanlagen der SVS in ihrem Erdgasverbrauch gedrosselt worden. Außerdem haben die Stadtwerke die Möglichkeit, größere Industriekunden, die über alternative Heizmöglichkeiten verfügen, „abzuschalten“. Das heißt, dass diese Kunden statt mit Erdgas momentan beispielsweise mit Heizöl heizen. Hier gäbe es gegebenenfalls auch weiteres Potenzial, sollte sich die Wettersituation noch verstärken, so die Stadtwerke.
Prinzipiell gehen die Stadtwerke davon aus, dass die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um auch eine längere Kälteperiode zu überstehen. „Die Erdgasspeicher in Deutschland sind aufgrund der vorangegangenen milden Temperaturen unserer Kenntnis nach gut gefüllt“, so Julia Muth.