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Villingen-Schwenningen Gasthaus Breitbrunnen: Startklar nach langer Pause

Keine Frage, wo in diesen winterlichen Frühlingstagen der schönste Platz im Gasthaus Breitbrunnen ist: Am Kachelofen. Ich habe mich auf Anhieb in ihn verliebt und mache mit Begeisterung jeden Morgen Feuer, sagt Stephan Zimmermann lächelnd.

Der gebürtige Trierer ist neuer Pächter des beliebten Ausflugslokals tief im Wald zwischen Villingen und Unterkirnach. Nach längerer Umbaupause wird am ersten Aprilwochenende ein großes Eröffnungsfest gefeiert; inoffiziell werden hungrige und durstige Gäste bereits seit einigen Tagen verwöhnt.

Das idyllische Höhengasthaus gehört der Stadt und wird vom städtischen Forstamt verwaltet. Wegen „einiger Probleme“ mit dem alten Betreiber sei dessen Vertrag nach sieben Jahren nicht mehr verlängert worden, begründet Forstamtsleiter Tobias Kühn den Pächterwechsel. Der Vertrag mit Stephan Zimmermann wurde im vergangenen Oktober geschlossen; alsbald begannen aufwändige Sanierungsarbeiten, an denen sich der neue Breitbrunnen-Wirt mit Eigenleistungen für „seine“ Bereiche beteiligte. Im Haupt- und Herzensberuf ist er Bäckermeister, außerdem aber ist er gelernter Elektriker, welche Fertigkeiten auf der Baustelle hochwillkommen waren.

Der Betrieb des uralten Gasthauses im Gewann Breitbrunnen bedeutet für Stephan Zimmermann den Sprung in die Selbstständigkeit und die Erfüllung eines „Lebenstraums“, wie er strahlend versichert. Trotz seiner jungen Jahre – im April feiert er den 30. Geburtstag – kann er auf beachtliche gastronomische Erfahrungen verweisen. In Karlsruhe, wohin er neunjährig mit seiner Familie gezogen war, lernte er das Bäckerhandwerk und qualifizierte sich als Meister.

Für drei Jahre wurde die turbulente Ferieninsel Ibiza zum beruflichen Tummelfeld; Zimmermann leitete die Bäckerei eines Großhotels. 2007 zog es ihn nach Deutschland zurück, er fand eine Stelle in Vöhrenbach und arbeitete seither in diversen Gasthäusern der Umgebung, auch in der Küche und im Service.

So half er etwa im Gasthaus „Auerhahn“ aus, das ebenfalls zum Imperium des städtischen Forstes gehört. Hier erfuhr er vom bevorstehenden Pächterwechsel im Breitbrunnen und bewarb sich erfolgreich. Zuletzt war Stephan Zimmermann beim Hader-Karle in Weilersbach beschäftigt, woher seine Kontakte zu den Musikgruppen stammen, die beim ausgedehnten Eröffnungswochenende für stimmungsvolle Unterhaltung sorgen werden. „Bis dahin wird's auch wärmer“, hofft der Wirt, der bereits im Herbst die Wohnung im Gasthaus bezogen hat und es genießt, „nur ein paar Treppenstufen“ vom Arbeitsplatz entfernt zu leben.

Das ist vor allem die Küche, wo der Bäckermeister täglich frische Kuchen backt. Ganzjähriger Standard sind Käsekuchen, Apfelstrudel und Schwarzwälder Kirsch, die weiteren Kuchen werden jahreszeitlich variieren. Außerdem gibt es eine kleine Vesperkarte, die Stephan Zimmermann nach dem offiziellen Start behutsam und um auf jeden Fall bodenständige Gerichte erweitern will.

Waldarbeiter und die wenigen Gäste, die bislang mehr oder weniger zufällig einkehren, sind voll des Lobes über die gelungene Sanierung, die der zünftigen Wirtsstube ihren urigen, heimeligen Charakter gelassen, aber eine frische Ausstrahlung verpasst hat. Stephan Zimmermann fühlt sich selbst „superwohl“ hier, genießt nach unruhigen Lehr- und Wanderjahren die Ruhe der Natur und die Schönheit dieses besonderen Fleckchens Erde.

Täglich füttert er die Enten im kleinen Weiher vor dem Haus, beobachtet immer wieder Rehe. „Hier ist Natur pur.“ Er freut sich schon darauf, die Freiluftsaison im Biergarten eröffnen zu können, der ebenfalls neu hergerichtet wurde. Jetzt steht noch die Neugestaltung von Spielplatz und Außenanlagen bevor.

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