„Es war absolut bewegend und emotional, als wir durch die Katakomben ins Stadion gelaufen sind, genauso so super wie vor vier Jahren bei Olympia in Peking“, erklärt der inzwischen 28-Jährige. Schöps mit seiner Körperlänge von zwei Metern war dabei natürlich in der ozean-navy-farbenen Wendejacke, dem ozeanblauen Schal und dem weißen Hut mit schwarz-rot-goldenen Streifen – alles aus dem Hause Bogner – gut zu sehen, überragte er doch die meisten Athletinnen und Athleten der deutschen Olympiamannschaft.
Schöps bekam am Wochenende von vielen Bekannten Nachricht, dass sie ihn im Fernsehen gesehen hatten. „Wir müssen wohl immer wieder gezeigt und eingeblendet worden sein, ich möchte mir die Eröffnungsfeier auch mal noch ansehen, zumal wir ja von dem Programm, das vor dem Einmarsch der Nationen stattgefunden hat, ja gar nichts mitgekriegt haben.“ Der Moment, als die deutsche Mannschaft dann angeführt von der Fahnenträgerin, der Hockeyspielerin Natascha Keller, ins Olympiastadion einlief, sei der schönste gewesen. „Wir haben gesungen und nur noch gestrahlt.“ Mit der Eröffnungsfeier sei die olympische Stimmung auch bei ihm so richtig entfacht worden, erklärt Schöps.
Das olympische Dorf, in dem die Volleyballmannschaft bereits am vergangenen Dienstag ihr Quartier bezog, sei schön. „Es ist ganz ähnlich strukturiert wie in Peking, nur, da es direkt in London ist, ist es ein bisschen enger.“ Viele Nationen hätten Flaggen an ihren Häusern befestigt, „das haben wir auch gemacht.“ In den Appartements laufe Olympia-TV, „man bekommt langsam mit, welche Sportarten die einzelnen Sportler hier machen und man fiebert mit den anderen deutschen Sportlern mit, wenn sie ihre Wettkämpfe haben.“ Im Olympischen Dorf gebe es übrigens keine Starallüren. „Die Stars können sich fast normal im Dorf bewegen und werden nicht dauernd angesprochen, um Fotos zu machen.“
Sportlich lief es bei Schöps und seiner Mannschaft nicht ganz so gut. Da setzte es für die deutschen Volleyballherren von Bundestrainer Vital Heynen am Sonntagnachmittag gegen Russland nämlich eine 0:3-Niederlage im „Earls Court.“ Allerdings war Russland auch Favorit gewesen und der Vizeweltmeister hatte auch einen starken Tag erwischt.
