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Villingen-Schwenningen Fünf neue Radwege für die Doppelstadt

In Villingen-Schwenningen soll der Radverkehr gestärkt werden. Daher sollen in den nächsten Jahren fünf neue Verbindungen gebaut oder alte saniert werden.

Der Radverkehr soll in Villingen-Schwenningen gestärkt werden, daher nahmen die Gemeinderäte im Technischen Ausschuss den Radverkehrsplan zustimmend zur Kenntnis. Heinz Pfeifer (SPD) betonte, wie wichtig es sei, die Lücken im Radwegenetz zu schließen. Fünf, teils neue Radwege wurden mit höchster Priorität ausgezeichnet. 2014 wird die Trasse von Marbach nach Bad Dürrheim fertig gestellt. Ein Teilstück muss auf den ehemaligen Bahndamm verlegt werden, weil der frühere Weg durch die Marbacher Biber überschwemmt wird. Ab 2015 soll nach Abstimmung mit Kreis und Nachbargemeinden je ein weiteres Projekt umgesetzt werden. Die neuen Wege werden die Situation verbessern.

Radweg von Marbach nach Bad Dürrheim: Die wichtigste Maßnahme ist laut Stadt ein Abschnitt des Radwegs, der nicht asphaltiert ist und im Winter durch austretendes Wasser bis zur Unbenutzbarkeit vereist. Das Teilstück soll vollständig auf den Bahndamm verlegt und asphaltiert werden. Die Abstimmungen mit dem Naturschutz und den Stadtwerken sind bereits erfolgt, die Maßnahme fand im Ortschaftsrat Marbach mehrheitlich Zustimmung. Eine Beteiligung von 50 Prozent durch den Kreis ist zugesagt, eine weitere Förderung durch das Land wurde durch den Kreis beantragt. Die Länge beläuft sich auf etwa 450 Meter, Kosten etwa 60 000 Euro, davon bleibt bei der Förderzusage Land etwa ein Viertel, das sind 15 000 Euro, bei Villingen-Schwenningen.

Radweg von Pfaffenweiler nach Rietheim: Dieses Projekt hat höchste Priorität und soll ab 2015 innerhalb der nächsten fünf Jahre umgesetzt werden. Der direkte Weg von Pfaffenweiler ins Brigachtal oder zum Bahnhaltepunkt Marbach führt im Bereich der Kreisstraße. Dort gibt es keinen Radweg und auch keinen alternativen Feldweg, Radfahrer müssen heute auf der Straße fahren. Länge 2,1 Kilometer, Kosten etwa 315 000 Euro, davon müsste die Stadt bei Förderzusage noch ein Viertel, also 80 000 Euro, berappen.

Radweg von Marbach nach Brigachtal: Diese Maßnahme steht auf Platz zwei im Radverkehrsplan. Der aus Süden kommende Brigachtalradweg entlang der Bahn biegt am Kirchsteinweg nach Westen und führt über einen Umweg und eine zusätzliche Steigung nach Rietheim. Entlang der Bahn gibt es keine Fortsetzung. Alternativ kann man auch die Bahnlinie östlich queren, über eine deutliche Steigung hoch zur Landesstraße und dann bis Ortseingang Marbach fahren. Um weiter nach Villingen zu gelangen, muss man die stark frequentierte Kirchdorfer Straße ein weiteres Mal queren. Hier ereignete sich bereits ein tödlicher Radunfall. Die geplante Maßnahme sieht den Lückenschluss des Radweges entlang der Bahn vor, ohne Steigung, mit direkter Anbindung an das weiterführende Radwegnetz und ohne zwischendurch stark befahren Straßen benutzen zu müssen. Länge etwa 1,3 Kilometer, davon sind etwas über ein Kilometer auf VS-Gebiet und 250 Meter auf Brigachtaler. Kosten betragen 195 000 Euro, davon muss bei Förderzusage etwa die Hälfte übernommen werden, für VS wären dies anteilig etwa 90 000 Euro. Der Kreis beteiligt sich nicht, da die Trasse nicht entlang einer Kreisstraße führt.

Radweg von Pfaffenweiler nach Villingen am Sandwegle entlang: Die Oberfläche des Sandwegles ist laut Stadt in einem sehr schlechten Zustand. Der Weg bietet eine optimale Verbindung nach Villingen, die auch von Schulkindern aus Pfaffenweiler genutzt wird. Im Rahmen der Befragung des Radschulwegeplanes gab es zahlreiche Rückmeldungen von Schülern, die sich über den schlechten Zustand dort beschweren. Eine verkehrssichere Asphaltierung war vom Stadtbauamt bereits vor einiger Zeit geplant, die Maßnahme wurde jedoch seitens des Naturschutzes abgelehnt. Ob zumindest der Bereich außerhalb des eigentlichen Landschafts- und Naturschutzgebietes neu asphaltiert werden könnte, bleibt zu klären. Die Kosten bei durchgehender Asphaltierung betragen rund 170 000 Euro, bei Landesförderung bleiben bei der Stadt etwa 90 000 Euro.

Radweg von Mönchweiler nach Villingen:

Der Radweg zwischen Mönchweiler und dem Villinger Kurgebiet befindet sich in einem schlechten Ausbauzustand mit nur etwa ein Meter Breite und Sandoberfläche. Diese wichtige Verbindung für den Alltagsverkehr soll ausgebaut und asphaltiert werden. Die Kosten betragen 270 000 Euro, die Stadt müsste rund 70 000 Euro tragen.


Der Radverkehrsplan

Das Land Baden-Württemberg möchte Radwege stärker fördern. Für deren Aus- und Neubau ist ein Bedarf nachzuweisen, Investitionen können bis zu 50 Prozent gefördert werden, wenn die Kosten des Einzelvorhabens mehr als 50 000 Euro betragen. Nach Abzug der Förderung beteiligt sich der Landkreis mit 50 Prozent an den Baukosten, allerdings nur beim Bau entlang von Kreisstraßen. Der Kreis hat einen Kreisradverkehrsplan erstellen lassen und möchte nun im Frühjahr ein fünfjähriges Kreisradwegbauprogramm verabschieden.

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