Friedensbündnis erinnert mit Mahnwache an Atombombenopfer. Auch die aktuelle Lage soll ins Gedächtnis gerufen werden.
Villingen-Schwenningen (akb) Zwar sind bereits 65 Jahre vergangen seit dem todbringenden Atomangriff auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Doch an Brisanz hat das Thema bis heute nicht verloren. In Gedenken an die etwa 200 000 Opfer hielt die Regionalgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg des kommunalen Friedensbündnisses am Donnerstag eine Mahnwache in der Villinger Innenstadt.
„Noch immer lagern in Deutschland 20 Atomwaffen“, erklärt Christa Lörcher, ehemalige Bundestagsabgeordnete, den Geschwister Hüseyin, acht Jahre, Jerome, sieben Jahre und Zoe, sechs Jahre. Die sind völlig überrascht und lassen sich von der SPD-Politikerin erzählen, was vor 65 Jahren in Hiroshima geschehen ist. „Schau mal“, macht Hüseyin seinen kleinen Bruder auf ein Plakat mit den Opferzahlen aufmerksam, „so viele Menschen sind damals gestorben.“ Genau das war Ziel der Aktion: politisch aufmerksam zu machen, nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die aktuelle Situation.
Das Friedensbündnis macht sich dafür stark, dass Atomwaffen vollständig abgeschafft werden. Ernst-Ludwig Iskenius, Mitglied des Friedensbündnisses betont: „Es muss wieder in das Gedächtnis der Menschen gerufen werden, was Atomwaffen anrichten können und dass so etwas nie wieder geschehen darf.“