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Villingen-Schwenningen Freizeitangebote für Behinderte öffnen

06.05.2011
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Das Projekt „Mittendrin“ des Schwarzwald-Baar-Kreises zeigt erste Erfolge

Schwarzwald-Baar (us) Der Begriff „Inklusion“ hat seit der entsprechenden UN-Konvention aus dem Jahr 2009 Konjunktur. Statt der bisher üblichen Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft verlangt die Inklusion den umgekehrten Weg. Nicht der Behinderte soll in die Gesellschaft integriert, sondern diese sich an den behinderten Menschen anpassen. Mit der Initiative „Projekt Mittendrin“ sammelt das Landratsamt Schwarzwald-Baar seit nun drei Monaten erste Erfahrungen, behinderte Kinder und Jugendliche im Freizeitbereich zu unterstützen.

Zu selten stehen Angebote in den Bereichen Sport oder Kultur für Behinderte offen, meist bleiben diese unter sich, wenn es um sportliche oder künstlerische Aktivitäten geht. „Wir stellen fest, dass es durchaus schwierig ist, behinderte Kinder und Jugendliche in diesen Bereich hineinzubringen, da es hier doch häufig um Leistung geht“, verdeutlicht Jan Hauser, der Leiter des Kreissozialamtes die ersten Hürden auf dem Weg zur Inklusion. Dass dies nicht unmöglich ist, zeigt eine erste Vermittlung, die der Projektgruppe gelungen ist. „Gleich zum Start des Projektes kam ein Schulleiter auf uns zu, der von einem seiner Schüler wusste, dass er gerne Judo machen würde“, berichtet Susanne Brodbeck, Leiterin des Projektbeirats. Das Kind konnte bei einem Judoverein beginnen.

Das Hauptaugenmerk des Projektes, das auf zwei Jahre angelegt ist und mit 25 000 Euro vom Kommunalverband für Jugend und Soziales finanziert wird, liegt jedoch vorerst im kulturellen Bereich. „Wir wollen die Infrastruktur schaffen, damit unsere Zielgruppe einfacher an Angebote kommen, wo sie künstlerisch tätig werden können“, so der Projektleiter Mateusz Budasz. Es gebe dazu eine Homepage, wo Betroffene sich informieren und Kontakt zu Ansprechpartnern aufnehmen können.

„Wir konnten auch schon Kooperationspartner finden, die bereit sind, auf die Bedürfnisse behinderter Menschen flexibel einzugehen“, so Budasz. So habe sich die Kunst- und Musikschule Donaueschingen bereit erklärt, ihre Kurse auf solche Anfragen auszurichten. Auch die „Wirkstatt“ in St. Georgen ist hierfür bereit sowie die Volkshochschulen Baar und Schwenningen. „Und in Dauchingen wird Carmen Feder einen Kreativkurs anbieten, an dem auch behinderte Kinder und Jugendliche teilnehmen können“, so Budasz. Für das Projekt werden weitere Partner gesucht, die ihre Freizeitangebote für behinderte Kinder öffnen und gestalten. .

Infos im Internet:

www.projekt-mittendrin.de

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