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Villingen-Schwenningen Fasnetauftakt in Villingen: Narresome trotzt dem Schneetreiben

Tausende Zuschauer vom Kinderumzug begeistert. Polizei spricht von einem ruhigen Auftakt der fünften Jahreszeit in der Narrenhochburg Villingen.

Es war kalt und ungemütlich am Schmotzigen Dunnschtig. Doch bei strahlender Sonne kann jeder Fasnet machen – bei Wind und Wetter muss man schon vom Virus gepackt sein. Und das war der Narren-Nachwuchs, der sich von den frostigen Böen und dem Schneetreiben keinesfalls beeindrucken ließ. Unbeirrt zogen Narresome, bunt kostümierte Schüler und die Kinder des Waldkindergartens durch die Straßen.

Die Zuschauer: Etwas weniger als bei strahlend blauem Himmel, der vergangenes Jahr den Kinderumzug verzauberte, kamen schon. Doch Tausende säumten die Umzugsstrecke in der Villinger Innenstadt. Es hatte auch sein Gutes, dass die Besucher nicht überall in doppelten Reihen standen. Der Kontakt zu den Narren war intensiver. Schirme, Mützen und Handschuhe bildeten dieses Jahr definitiv beliebte Accessoires. Vor allem die Stachis freute es, denn sie machten mit der Narrenschere jede Menge Beute. Interessanterweise standen auch einige Flüchtlinge an der Umzugsstrecke, sie nahmen den Umzug auf Video auf.


Der Nachwuchs: Die kleinen Fastnachter ließen einem das Herz aufgehen: Wenn die jungen Narros im Blümleshäs schon selbstbewusst den Narrosprung setzen – eine Pracht. Oder die ganz Kleinen, die ungerührt in der Chaise, dem Kinderwagen, ihren Mittagsschlaf trotz Schunkellied und jede Menge Musik nachholten. Auch die anderen Vereine zeigten, wie gut aufgestellt sie gerade im Nachwuchsbereich sind: Ob Katzen, Glonkis oder Hexen – alle präsentierten sich von ihrer besten Seite.
Viele Schulen und ein Kindergarten: Die Zahl der Schulen hat sich inzwischen eingependelt. Einen enormen Aufwand betrieben die Bildungsstätten bei ihren Kostümen, das ist nicht in wenigen Tagen gemacht. Eine besondere Anerkennung gebührt der Christy-Brown-Schule für Körperbehinderte. In ihren Rollstühlen feierten die Schüler begeistert mit, dafür gab es ein Sonderlob von Umzugssprecher Peter Kerber. Unverdrossen dabei war auch der Waldkindergarten – mit Waldi, Walda-Rufen ließen sie sich anfeuern.


Die Helfer: Der Umzug wäre kaum möglich, ohne die vielen Helfer des Technischen Hilfswerks. Sie sorgten nicht nur für die Absperrung, sondern begleiteten neben den vielen erwachsenen Mitstreitern der Narrenvereine den Umzug, so dass trotz einiger großer Umzugswagen nichts passierte. Interessantes Detail am Rande: Der massive Hexenwagen passte nicht durch die enge Bären- und Hafnergasse, fuhr durch das Bicken-, dann durchs Obere Tor und reihte sich wieder in den Zug ein.

Die Polizei: Sie sprach von einem friedlichen Start der Fastnacht in Villingen. Am Morgen blieb es ruhig und auch während des Umzugs wurden keine besonderen Vorkommnisse gemeldet. Die hohen Tage starteten aber erst, möglicherweise sah es am Abend schon wieder ganz anders aus.

 

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