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Villingen-Schwenningen Experten für Kunststoffe sichern den Markt

Kunststoff Institut Südwest in VS-Villingen feierlich eröffnet

Institutsleiter Werner Bächle ist stolz auf die frisch gespritzen Kunststoffprodukte in seinem Institut.
Institutsleiter Werner Bächle ist stolz auf die frisch gespritzen Kunststoffprodukte in seinem Institut. | Bild: Spille

Gestern wurde im Beisein von über 160 Gästen aus Wirtschaft und Politik das Kunststoff-Institut Südwest (KISW) in der Herrmann-Schwer Straße in Villingen eröffnet. Das übergangsweise schon im vergangenen Oktober im Innovationspark in VS-Villingen eingerichtete Institut kann nun mit einer ganzen Palette von Dienstleistungen und Forschungsprojekten im Bereich Kunststoff in die Vollen gehen.

Hinter dem einfachen Begriff Kunststoff verbirgt sich eine Vielzahl von Materialien, die im täglichen Gebrauch, meist sogar kaum bemerkbar, nicht mehr wegzudenken sind. Hierbei immer auf dem neuesten Stand zu sein und innovative Techniken einsetzen zu können ist für die Industrie existentiell wichtig. „Jetzt hat unsere Region, die als stärkster Wirtschaftsraum für die Mikro-, Kunststoff- und Medizintechnik in Europa gilt, ein wichtiges Bindeglied zwischen Wirtschaft und Forschung“, versicherte Dieter Teufel, der Präsident der Industrie- und Handelskammer: „Wir versprechen uns vom KISW kurze Wege zur Technologie und zu den Fachkräften, die wir dringend brauchen.“

„Wir haben schon etliche Geschäftsbeziehungen hierher, die werden wir in Zukunft durch dieses besondere Geschäftsmodell des KISW enger knüpfen“, so Thomas Eulenstein, neben Stefan Schmidt einer der Geschäftsführer des Kunststoff-Institut Lüdenscheid. Dieses ist neben der IHK als Gesellschafter für das KISW eingesetzt. „Es ist großartig, dass sich so viele Unternehmer aus der Region im KISW eingebracht haben, um den wirklichen Bedarf der Unternehmen widerzuspiegeln“.

Nun gibt es in den neuen Räumen auch ein Technikum mit vier Spritzgießmaschinen, wo direkt Kundenwünsche in Form gebracht und Ideen kreativ umgesetzt werden können. Und auch ein projektspezifischer Prüfbereich befindet sich im Aufbau. „Damit haben die Unternehmen hier einen echten Wettbewerbsvorteil, weil wir direkt auf die Ideen der Kunden eingehen können und alles durch die Vernetzung schnell gehen wird“, erläuterte Stefan Schmidt. Und Visionen hat er auch. „Wir wollen langfristig als Kunden- und Lieferantenvermittler fungieren und als Experten den Fachkräftebedarf der Region sichern helfen“, so Schmidt.

Als Vorsitzender des technischen Beirates des KISW und als einer der 19 Kommanditisten, die sich mit je 50.000 Euro in die Gesellschaft eingebracht haben, ergriff Richard Schuler, Geschäftsführer der Firma RIA Polymers das Wort. „Noch so ein Institut, mögen viele denken. Aber in wenigen Jahren werden auch diejenigen sagen, welch ein Segen für die Region, dass das KISW bei uns ist“, so Schuler.

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid beschäftigt 59 wissenschaftliche Mitarbeiter und erwirtschaftet 5,5 Millionen Euro Umsatz. Man versteht sich als verbindendes Element zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ist seit 23 Jahren auf dem Gebiet der Kunststoffforschung tätig. Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere in den Bereichen Kunststofftechnik, Formenbau sowie die Forschung und Förderung von neuen Technologien und Innovationen und die Aus- und Weiterbildung.

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