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Villingen-Schwenningen Erneut Fliegerbombe entschärft

22.09.2008
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Eine weitere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde von Experten auf dem Landesgartenschaugelände beim Schwenninger Bahnhof entschärft. Die Bevölkerung in den angrenzenden Wohnvierteln musste vorübergehend evakuiert werden. Brisant: Die 250-Kilogramm-Bombe lag in unmittelbarer Nachbarschaft der BP-Tankstelle Schlenker. Bereits vor einem Vierteljahr war auf dem Gartenschaugelände weiter nördlich eine Bombe gefunden worden.

Villingen-Schwenningen - Die beiden Sprengstoffexperten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes, die aus Stuttgart angefordert wurden, hatten den "Blindgänger" amerikanischer Herkunft in kürzester Zeit unschädlich gemacht und die beiden Aufschlagzünder entfernt. Um 16.20 Uhr konnte der Einsatzstab der Stadt Entwarnung geben. Die Evakuierung in der Nachbarschaft des Bahnhofgeländes wurde aufgehoben und die Menschen konnten in ihre Wohnungen und Häuser zurück.

Entschärfung Fliegerbombe

Die Straßen rund um den Schwenninger Bahnhof waren am Freitag nach 14 Uhr evakuiert worden. Abgesperrt wurde ein Sicherheitsbereich im Radius von 275 Metern um die Bombenfundstelle. Die Sicherheitsmaßnahmen klappten wie am Schnürchen. Dafür sorgten 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei, Technischem Hilfswerk und Mitarbeitern der Stadt, die vom Einsatzstab unter Leitung von Bürgeramtsleiter Ralf Glück zusammengezogen worden waren. Auch OB Rupert Kubon war vor Ort.

Entschärfung Fliegerbombe - Teil 2

Im Gegensatz zum ersten Bombenfund am 18. Juni dieses Jahres wurde die zweite Fliegerbombe auf dem Landesgartenschaugelände gezielt aufgespürt. Wie Axel Philipp, einer der beiden Landesgartenschau-Geschäftsführer, erläuterte, wird der gesamte Baugrund des alten Bahngeländes, insgesamt 70000 Quadratmeter, von einem Experten systematisch auf Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg elektronisch "abgescannt". Dies geschieht mit modernen Magnetfeldmessgeräten, die Metall im Erdreich aufzeichnen. Bei einem dieser möglichen "Verdachtsplätze" stieß ein Bagger in Begleitung eines Kampfmittel-Experten in zwei Meter Tiefe gestern gegen 10.

30 Uhr auf die Fliegerbombe. Es handelt sich um denselben Typ wie beim ersten Fund, in diesem Falle aber mit zwei und nicht nur mit einem Aufschlagzünder ausgestattet. An der Fundstelle stand 40 Jahre lang eine Fabrikhalle der Firma Weißwenger. Diese wurde vor rund zwei Jahren abgerissen. Noch brisanter: Die Fundstelle des Sprengkörpers ist nicht weit entfernt von der BP-Tankstelle Schlenker. Oberbürgermeister Kubon zeigte sich erleichtert, dass der Sprengkörper entdeckt und entschärft werden konnte. Nicht auszudenken, was eine unkontrollierte Explosion neben einer Tankstelle für verheerende Folgen haben könnte. Die systematische Suche nach Fliegerbomben werde weiter fortgesetzt, betonte Axel Philipp. Es gebe noch mehrere "Verdachtsplätze", die in den nächsten Wochen überprüft werden.

Weitere Bilder im Internet:

www.suedkurier.de/Bilder

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