Villingen-Schwenningen - Die beiden Sprengstoffexperten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes, die aus Stuttgart angefordert wurden, hatten den "Blindgänger" amerikanischer Herkunft in kürzester Zeit unschädlich gemacht und die beiden Aufschlagzünder entfernt. Um 16.20 Uhr konnte der Einsatzstab der Stadt Entwarnung geben. Die Evakuierung in der Nachbarschaft des Bahnhofgeländes wurde aufgehoben und die Menschen konnten in ihre Wohnungen und Häuser zurück.
Entschärfung FliegerbombeDie Straßen rund um den Schwenninger Bahnhof waren am Freitag nach 14 Uhr evakuiert worden. Abgesperrt wurde ein Sicherheitsbereich im Radius von 275 Metern um die Bombenfundstelle. Die Sicherheitsmaßnahmen klappten wie am Schnürchen. Dafür sorgten 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei, Technischem Hilfswerk und Mitarbeitern der Stadt, die vom Einsatzstab unter Leitung von Bürgeramtsleiter Ralf Glück zusammengezogen worden waren. Auch OB Rupert Kubon war vor Ort.
Entschärfung Fliegerbombe - Teil 2Im Gegensatz zum ersten Bombenfund am 18. Juni dieses Jahres wurde die zweite Fliegerbombe auf dem Landesgartenschaugelände gezielt aufgespürt. Wie Axel Philipp, einer der beiden Landesgartenschau-Geschäftsführer, erläuterte, wird der gesamte Baugrund des alten Bahngeländes, insgesamt 70000 Quadratmeter, von einem Experten systematisch auf Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg elektronisch "abgescannt". Dies geschieht mit modernen Magnetfeldmessgeräten, die Metall im Erdreich aufzeichnen. Bei einem dieser möglichen "Verdachtsplätze" stieß ein Bagger in Begleitung eines Kampfmittel-Experten in zwei Meter Tiefe gestern gegen 10.
