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12.07.2012  |  von Claudia Hoffmann  |  0 Kommentare

Villingen-Schwenningen Ermittlungsgruppe will Einbruch-Serie stoppen

Villingen-Schwenningen -  Um die Einbruchserie, die vor allem die Villinger Innenstadt trifft, aufzuklären, hat die Polizei jetzt eine Ermittlungsgruppe eingesetzt. Dies bestätigte Polizei-Pressesprecher Harry Hurtz auf Anfrage des SÜDKURIER.

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Claudia Hoffmann
Redakteurin / Lokalredaktion Villingen

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  • Ziele der Einbrecher im Juli: Ein  Feinkost-Geschäft in der Niederen Straße, Kindergarten in der Heidelberger Straße, zwei Geschäfte in der Niederen Straße 88 und 90, ein Wohnhaus im  Neuwiesenweg.
  • Ziele der Einbrecher im Juni: Gartenlauben in der Gartenanlage im Friedengrund, Bäckerei in der Kirnacher Straße, Gaststätte in der  Gustav-Schwab-Straße in Schwenningen, Geschäft in der  Bickenstraße, Personaldienstleister in der Niederen Straße, Anwaltskanzlei in der Oberen Straße, Service-Unternehmen in der Niederen Straße, Kino in der Bertholdstraße, Firma Vorderer Eckweg.
  • Im Mai:  Optikergeschäft  in der Muslen in Schwenningen, Arztpraxis in der Wasenstraße in Schwenningen, Drogeriemarkt am Krebsgraben, Bäckerei in der Altstadtstraße.
  • Im April: Personaldienstleister in der Niederen Straße, Ladengeschäfte am Neuen Markt, Volkshochschule und Muslenzentrum in Schwennnigen, Konditoreifiliale in der Niederen Straße, Lagerraum in der Webergasse,  Verlagshaus im Benediktinerring.

Die Beamten werten alle Spuren aus und versuchen Hinweise auf den oder die möglichen Täter zu finden. Hurtz spricht von einer Zunahme der „besonders schweren Diebstähle“ in diesem Jahr.

Vor allem seit Anfang April hat der SÜDKURIER beinahe täglich über Einbrüche in Arztpraxen, Friseure, Bäckereien, Telefongeschäfte und Drogeriemärkte berichtet. Meistens haben der oder die Täter nicht viel erbeutet, oft ist der angerichtete Schaden größer als die Beute.

So musste die Familie Hilsenbeck, die in der Niederen Straße das   Café Törtchen   betreibt, die gesamte Glastüre erneuern, durch die der Täter ins Gebäude gelangte. Im Haus selbst hat er alle Türen gewaltsam geöffnet, aber nichts Wertvolles gefunden. „Wir lassen abends ja kein Geld im Geschäft“, berichtet Miriam Hilsenbeck.

Ärgerlich sei der Schaden an der Glastüre, die für beinahe 2000 Euro erneuert werden musste. Auch verlange die Versicherung jetzt besondere Sicherungsmaßnahmen und so wollen Hilsenbecks eine Kamera installieren. „Die Eingangstüre mit einem Rolltor teuer und zu sichern ist unverhältnismäßig sieht auch nicht gut aus“, erklärt Miriam Hilsenbeck. Man fühle sich dann wie im Gefängnis.

Brunhilde Grimm, die mit ihrem Mann das Feinkostgeschäft Kiebler betreibt, hat Glück gehabt: Ein Einbruch scheiterte, weil der Täter die dreifach verriegelte Türe nicht aufhebeln konnte. „Geld ist bei uns nicht zu holen, ich denke, das geht oft nur um die reine Zerstörung“, so die Vermutung von Brunhilde Grimm, die jetzt abends ihren Laden mit einem mulmigen Gefühl verlässt.

Der Einbruchsversuch wurde von Polizeibeamten entdeckt, die bei Grimms waren, um mit ihnen über eine zusätzliche Sicherung des Geschäftes zu reden. Im vergangenen Jahr war das Feinkostgeschäft schon einmal Ziel von Einbrechern, ebenso wie das Café von Hilsenbecks.

„Wir setzen ganz stark auf Aufklärung und Vorbeugung und bieten als kostenlosen Service eine Beratung an, wie sich Geschäfte oder Privatleute vor Einbrechern schützen können“, so Hurtz. Hier könne man viel bewirken durch speziell gesicherte Fenster oder Türen.

Die Täter hätten keinen Nerv, lange an einer Türe herumzuprobieren: „Entweder sie kommen gleich rein in das Gebäude oder sie suchen sich ein neues Objekt.“ So war es auch bei der Bäckerei Hilsenbeck: Die Täter versuchten in der gleichen Nacht vergeblich in zwei Telefonläden einzusteigen, dort scheiterten sie und probierten es dann im „Törtchen“.

Merkwürdig ist die Zunahme der Einbruchsdelikte im Frühjahr und Sommer. Normalerweise steigen die Zahlen im Herbst, wenn die Tage kürzer werden. „Da nutzen die Täter die frühe Dunkelheit, um irgendwo einzusteigen, während im Sommer viele Leute draußen unterwegs sind, Nachbarn auf der Terrasse sitzen und vielleicht etwas mitbekommen könnten“, berichtet Harry Hurtz.

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