Fast eine halbe Stunde dauerte es, bis Wolfgang Berweck seine Ausführungen beendete – fast 30 Minuten, in denen er OB Rupert Kubon und Rainer Müldner Unehrlichkeit vorwarf. Nach Auffassung von Berweck soll Müldner dem Aufsichtsrat der Gesellschaft verheimlicht haben, dass Edgar Schurr (SPD) nicht ordnungsgemäß in den Aufsichtsrat der WBG bestellt wurde. Dieser Hinweis erfolgte durch einen Verbandsprüfer. Berweck kritisierte scharf, dass dem Aufsichtsrat diese Äußerungen des Prüfers nicht mitgeteilt worden seien und sagte: „Herr Müldner hat sich mit dem OB zusammengetan, diese Sache unter dem Deckel zu halten. Herr Müldner, gehen Sie zurück zur Sparkasse.“ Müldner habe sich von Kubon „korrumpieren lassen“ und an einem „miesen Manöver“ mitgewirkt, mit dem Ziel, den Aufsichtsrat hinter das Licht zu führen.
Man habe nicht öffentlich machen wollen, dass es versäumt wurde, Edgar Schurr ordnungsgemäß zu bestellen, um die WBG wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen. Wie wir bereits berichteten, stand die städtische Gesellschaft aufgrund der fristlosen Entlassung des früheren Geschäftsführers Matthias Sacher wochenlang im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Berweck forderte in der Sitzung den Rücktritt des OBs im Aufsichtsrat. Der OB habe „skrupellos“ und „menschenverachtend“ gehandelt. Zudem verlangte er, dass Edgar Schurr aus dem Aufsichtsrat austritt und Rainer Müldner fristlos gekündigt wird.
