Unterkirnach Eislaufspaß auf dem Tennisplatz
Jutta Böing freut sich auf eine neue Attraktion nicht nur für Gäste, sondern in erster Linie auch für Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde.
Unterkirnach – Bereits seit einem Jahr denke sie darüber nach, wo man in Unterkirnach mit einer Fläche zum Eislaufen eine weitere Attraktion schaffen könne, so Jutta Böing, die Leiterin der Tourist-Info. Und anlässlich der letzten Gemeinderatssitzung dieses Jahres wurde beschlossen, die bereits diskutierten Pläne umzusetzen. Nachdem der Tennisverein in seiner jüngsten Mitgliederversammlung dem Antrag der Gemeinde für die Anlage einer Natureisfläche auf dem vereinseigenen Platz entsprochen hatte, sprachen sich, wenn auch unter Vorbehalt, die Mitglieder des Gemeinderats für die Umsetzung der Pläne aus.
Auf einer Fläche von 230 Quadratmetern, das ist der Platz eins der Anlage, wird man künftig zumindest tagsüber und unter der Voraussetzung, dass die Witterung die Anlage der Eisfläche zulässt, Schlittschuhlaufen können. Für die Anlage des Platzes wird die Gemeinde 5000 Euro aufwenden. Hierzu wird durch den Werkhof ein Holzrahmen mit Bande erstellt, der eine feste Kautschukfolie hält, die dann als Träger der Eisfläche dient. Aufbau und Abbau werden vom Werkhof übernommen und die Feuerwehr hat sich bereit erklärt, die Fläche in drei Etappen mit Wasser zu besprühen, um dadurch eine zehn bis 15 Zentimeter starke Eisfläche herzustellen. Auch für eine eventuell notwendige Schneeräumung steht die Feuerwehr zur Verfügung. Als Pilotprojekt soll die Eisbahn zunächst in den Monaten Januar und Februar des kommenden Jahres betrieben werden und sie wird für jedermann ohne Eintrittsgeld nutzbar sein. Die ebenfalls in die Nutzung mit einbezogene Terrasse der Tennishütte soll mit einem Bodenbelag versehen werden, der dem Schutz der Fliesen dient. Außerdem möchte Jutta Böing Bierbänke aufstellen, damit man sich die Schlittschuhe anziehen kann. Und hier haben die Besucher auch eine Möglichkeit sich unterzustellen.
Die Frage der Aufsicht, die natürlich nicht permanent geleistet werden könne, beschäftigte die meisten der Gemeinderäte. Heinrich Weisser sah diesen Aspekt als das eigentliche Problem, aber er wolle deshalb nicht alles in Frage stellen. Alois Bähr steht der Sache auch der fehlenden Aufsicht wegen skeptisch gegenüber, meinte aber genauso wie Bernhard Kuberczyk, dass man es probieren müsse. Josef Beha sprach sich dafür aus, die weiteren Anlagen des Tennisvereins entsprechend abzusperren, damit hier keine Beschädigungen zu hohen Kosten für die haftende Gemeinde entstehen können. Jutta Böing verwies auf viele Gemeinden in Bayern, Österreich und auch im nahen Schwarzwald, die eine solche Eislaufbahn bereits seit Jahren mit großem Erfolg betreiben.
