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Villingen-Schwenningen Eishalle: Pleite-Zitat von Reiser entrüstet Stadträte

16.02.2012
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– Eine Nachrüstung des Schwenninger Eisstadion mit Energiesparmaßnahmen sorgte gestern für politischen Krach im Gemeinderat. Stadtrat Ernst Reiser (Freie Wähler) attestierte in diesem Zusammenhang der Kunsteisbahn-GmbH, sie sei im Grunde pleite, weil sie keinen Kredit mehr von Sparkasse bekommen habe.

Andere Stadträte wiesen diese Beurteilung voller Entrüstung zurück.

Hintergrund des Schlagabtausches: Die Stadt will in diesem noch 254 000 Euro für Energiesparmaßnahmen in die Helios-Arena stecken. Fachfirmen haben ausgerechnet, dass sich diese Investition bereits innerhalb eines Jahres durch Einsparungen rechnen würde und das Ganze damit auf Dauer eine höchst vernünftige Sache sei.

Das fand auch Stadtrat Ernst Reiser. Allerdings missfiel ihm sehr die „Art und Weise der Finanzierung“. Denn die Sparkasse wollte der Kunsteisbahn GmbH (KEB), eine Tochtergesellschaft der Stadt, keinen Kredit gewähren, ohne dass die Stadt bürgt. Die Stadt darf aber nach dem Kommunalrecht nicht bürgen, weil der Haushalt 2012 bereits rechtskräftig ist und die benötigten Mittel nicht eingeplant waren. Als Lösung schlug daher die Verwaltung vor, dass die Stadt einen Kredit von 160 000 Euro an die KEB gibt. Die Differenz von knapp 100 000 Euro bringt die KEB aus ihrem eigenen Haushalt auf.

Reiser wandte sich entschieden dagegen, dass die KEB ständig zur Stadt komme, um Geld zu fordern. Hier müsse eine andere Lösung gefunden werden. Wenn die Gesellschaft nicht mal mehr 160 000 Euro ohne städtische Bürgschaft von der Bank bekomme, so die Schlussfolgerung Reisers, sei sie im Prinzip „pleite“.

Mit dieser Feststellung erntete er einen Proteststurm im Gremium. Die Stadträte Heinz Pfeiffer (SPD) und Antonio Piavono (CDU) zeigten sich „erschüttert“, dass ein Aufsichtsratsmitglied der KEB so etwas äußere. Piovano warf die Frage auf, ob Reiser in der KEB am richtigen Platze sei. Dies sei höchst schädlich für die Gesellschaft Auch OB Kubon wies diese Interpretation zurück. Erich Schlenker (Freie Wähler), der langjährige Geschäftsführer der KEB, zeigte sich überzeugt, dass die Gesellschaft in den nächsten 15 Jahren nicht pleite gehen werde. Die vorgeschlagenen Investitionen und der Kredit an die KEB bekam eine breite Mehrheit. Nur Reiser stimmte dagegen.

Untragbar
Dieser Herr Reiser verdient diese Aufmerksamkeit gar nicht. Daher wieder viel Wind um nichts.
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