Mönchweiler - "Der Wahlkreis 54 ist nicht eine auf Ewigkeit gesicherte Erbfolge für einen Platz im Landtag für CDU-Kandidaten." So formulierte, Edgar Schurr, der Bewerber für die Nominierung zum Landtagskandidaten 2006 seine Kampfansage. Der 51-Jährige stellte sich den SPD-Genossen aus Mönchweiler bei der jüngsten Mitgliederversammlung vor. Zusammen mit der Zweitkandidatin Silvia Wölfle wird er sich am 23. April der Nominierungskonferenz der SPD zur Wahl stellen.
Schurr - der Fraktionssprecher der SPD im Stadtrat Villingen-Schwenningen ist - machte deutlich, dass für die SPD eine echte Chance bestehe, wieder ein Landtagsmandat für den Schwarzwald-Baar-Kreis zu erhalten. Ziel seiner Arbeit solle es sein, die Aufgaben des Staates neu zu definieren und nicht "neoliberalen Klimmzügen nachzuäffen". Nach 15 Jahren Stadtrat für die SPD und 27 Jahren Parteimitgliedschaft sowie 31 Jahren Polizeidienst fühlt sich Schurr den Aufgaben eines Landtagsabgeordneten gewachsen, "in meinem Beruf sieht man das wirkliche Leben". Seine Kompetenzen liegen aufgrund seines Berufs ganz klar in der inneren Sicherheit. Außerdem spricht er sich gegen Studiengebühren für das Erststudium aus und befürwortet Ganztagesschulen. Seine Zweitkandidatin Silvia Wölfle, die 1996 in die SPD eintrat, ist seit längerem aktive Gewerkschaftlerin.
Nach einer Vorstellung beantworteten sie die Fragen ihrer Genossen und der Gäste und nahmen Stellung zu Themen wie Bildung, regenerative Energien und Rechtsradikalismus. "Im Ortsverein Mönchweiler war in Bezug auf Edgar Schurr und Silvia Wölfle eine sehr positive und interessierte Stimmung zu beobachten", heißt es in einer Pressemitteilung.
Nach dieser Fragerunde und einer sehr regen Diskussion wurden zudem die Delegierten für die Nominierungskonferenz gewählt. Die Ortsvereinsvorsitzende Sabine Roth sowie Armin Frank und Sofie Kühling wurden gewählt, Karin Weisser, Harald Roth und Bruno Feiertag sind Ersatzdelegierte.
Auch die Kreisräte der SPD waren eingeladen und sollten aus der Arbeit im Kreistag berichten. So gab Fraktionssprecher Edgar Schurr eine Stellungnahme zur Ablehnung des Kreishaushaltes ab und wies auf die Bedeutung der Kreistagspolitik hin.
Die drei neuen Kreisräte Beate-Schmidt-Kempe, Friedrich Scheerer und Edgar Schurr standen den Mitgliedern des Ortsvereins auch zu Kreisthemen in einer lebhaften Diskussion wieder Rede und Antwort. Fragen zum Bau des Villinger Klinikums und zum Thema "Fluglärm" wurden dabei beantwortet.
