Villingen-Schwenningen Ein Stück bunte Lebensfreude im Villinger Altenheim

Das Ehepaar Karin und Sebastian Gambin sorgt im Tagesstüble von St. Lioba für Farbe und Inspiration

VS-Villingen – Karin und Sebastian Gambin aus der Südstadt sind bekannt als die Kulissen- und Wagenmaler des Fastnachtsvereins der Villinger Katzenmusik. Diese Tätigkeit brachte den beiden Hobbymalern einen speziellen "Auftrag" ein: Im Alten- und Pflegeheim St. Lioba sorgt das Ehepaar mit zwei großen Wandgemälden bei den Senioren mit aufregenden Farben für frisches Leben und Inspiration.

  • Bühnenkulisse: Bereits vor einem Jahr haben die Gambins das erste Bild in den Räumen der "Tagespflege" von St. Lioba an die Wand gemalt. Es zeigt eine knallbunte verspielte Ansicht Villingens mit seinen Türmen im Stile des Wiener Malers Friedensreich Hundertwasser. Das Motiv war bereits 2015 als Bühnenkulisse beim Fastnachtsball der Katzenmusik zu bewundern und wurde von seiner Schöpferin Karin Gambin auch als Grußkarte im Kleinformat versandt. Seinen Weg ins Altenheim St. Lioba fand das Motiv über den SÜDKURIER. Denn in unserer Zeitung war diese hübsche Grußkarte von Karin Gambin damals abgebildet. In der "Tagespflege" von St. Lioba, in dessen Besucherkreis täglich die Lokalnachrichten aus dem SÜDKURIER vorgelesen werden, stieß das Bild auf so viel Begeisterung, dass sich alle einige waren: Dieses Bild wäre eine tolle Zierde für den großen Saal im "Tagesstüble".
  • Etwas Individuelles: Christa Kunzelmann, die Leiterin der "Tagespflege", wurde sofort initiativ und nahm Kontakt zu den Gambins auf. Und die waren sofort bereit, das Gemälde auch in St. Lioba zu verewigen. "Wir sind total happy, dass die beiden das komplett ehrenamtlich machen", freut sich Christa Kunzelmann über das großzügige Engagement des Ehepaars. "Wir wollten nicht einfach ein Poster an die Wand hängen, sondern was Individuelles", berichtet die Leiterin. Bei den zwölf bis 15 Senioren aus Villingen und Umgebung, die hier täglich von morgens bis nachmittags betreut werden, bevor sie wieder in ihr eigenes Zuhause zurückkehren, stoßen die Gemälde auf großes Interesse und Inspiration. "Die Bilder sind immer ein Thema", sieht sich Christa Kunzelmann bestätigt.
  • Bunter Magdalenenberg: Derzeit ist das Ehepaar Gambin dabei, das zweite Bild fertigzustellen. Christa Kunzelmann schlug als Motiv den mystischen Villinger Magdalenenberg vor. Karin Gambin entwarf daraus ein phantasievolles Motiv mit der Magdalenenberg-Eiche, dem Grabhügel und der nahen St. Konradskirche unter einem bunten Regenbogen, stilistisch inspiriert vom Surrealismus eines Salvador Dali. Auch den Gitarrenspieler, der am Warenberg regelmäßig im Freien übt (mutmaßlich Dieter Czeke aus Pfaffenweiler von "Los Ämol") ist auf dem Bild zu entdecken. "Die spätabendlichen Farben symbolisieren das Alter", erläutert Karin Gambin. Die Senioren im "Tagesstüble" hätten das Laible sofort erkannt, berichtet sie. Das Langzeitgedächtnis funktioniert ja im hohen Alter noch am besten. "Einige haben sich erinnert, wie sie am Warenberg einst poussiert haben", schmunzelt sie. Erinnerungen wecken, Gesprächsstoff liefern, Farbe ins Leben bringen, was kann es im letzten Lebensabschnitt Schöneres geben?

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