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05.02.2013  |  von  |  0 Kommentare

Villingen-Schwenningen Drei Jahre Haft für Drogenhandel

Villingen-Schwenningen -  Zu drei Jahren Haft hat das Landgericht Konstanz einen 56-jährigen Mann aus Villingen verurteilt. Das Gericht hielt es für erwiesen, dass er im vorigen Jahr zusammen mit einem gleichaltrigen Mitangeklagten in Rauschgiftgeschäfte mit zwei Brüdern aus dem Raum Freiburg verwickelt war.


Der Mitangeklagte, ebenfalls aus Villingen, wurde zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Schon im März vorigen Jahres sollen die beiden arbeitslosen Angeklagten beschlossen haben, sich mit dem Ein- und Verkauf von Haschisch, Marihuana und Amphetamin eine lukrative Einnahmequelle zu verschaffen. Dabei arbeiteten sie mit einem Brüderpaar aus Ettenheim zusammen, das die Drogen in einem präparierten Tank ihres Autos aus Norddeutschland in den Südwesten gebracht haben soll. Diese beiden Männer im Alter von 34 und 26 Jahren müssen sich derzeit vor dem Landgericht Freiburg verantworten. Die dortige Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie im vorigen Jahr im Raum Freiburg, Lahr und Villingen-Schwenningen Drogen für 455 000 Euro verkauft haben. Nachdem sie ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten waren, flogen sie zusammen mit den beiden jetzt Verurteilten bei ihrer vorerst letzten Lieferung nach Villingen Mitte Juni 2012 auf. Die Drogen waren von einem der Brüder in einer Garage in Villingen deponiert worden.

Während einer der Villinger Abnehmer die Drogenpäckchen aus der Garage holte, befand sich sein Kollege bei dem wieder in seinem Lieferwagen sitzenden Lieferanten. Dass der Wagen mit Abhöranlagen versehen war, ahnten die Männer nicht. So wurden schließlich diese aufgezeichneten Gespräche zu einem wichtigen Beweismittel. Da sie nach dem Prozessauftakt am 21. Januar wegen einer fehlerhaften Übersetzung noch einmal von einer vereidigten Dolmetscherin aus dem Russischen übersetzt werden mussten, wurde der Prozess für mehrere Tage unterbrochen.

Am letzten Prozesstag legte einer der Angeklagten ein Teilgeständnis ab. Sein Kollege äußerte sich, wie bereits auch an den vorangegangenen Verhandlungstagen, nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft. Er sitzt seit der Festnahme im Juni vorigen Jahres in Untersuchungshaft und muss jetzt auch bis zur Rechtskraft seiner Verurteilung dort bleiben. Es ist davon auszugehen, dass die beiden Männer gegen die verhängten Haftstrafen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden können, Rechtsmittel vor dem Bundesgerichtshof einlegen werden.

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