Villingen-Schwenningen Die Stolpersteine

Geburts- und Sterbedatum sowie die letzte freiwillige Adresse: Das sind die Eckdaten, die auf jedem Stolperstein für Nazi-Opfer in Villingen-Schwenningen eingraviert sind. 129 Euro hat Friedrich Engelke für jeden der 19 beschrifteten Stolpersteine (Bild) bezahlt, die er bei Gunter Demnig in Auftrag gab.

Die Kosten beinhalten auch die geplante Verlegung durch den Kölner Künstler. Das Vorhaben war zwei Mal vom doppelstädtischen Gemeinderat abgelehnt worden und kann ohne dessen Plazet auch künftig nicht realisiert werden. Wann das Thema erneut auf die Tagesordnung kommen könnte, ist ungewiss. Gleichwohl sollen die individuellen Stolpersteine für Villingen-Schwenningen nicht irgendwo gelagert werden, sondern laut Engelke als anschauliche Erinnerungssymbole fungieren. Denkbar sei ihre Integration in Schulprojekte, auch bei passenden öffentlichen Anlässen könnten sie gezeigt werden. Geplant ist auch Kontakt zu den heutigen Bewohnern und Eigentümern jener Häuser, vor denen die Stolpersteine irgendwann platziert werden sollen. Europaweit wurden seit dem Start des Kunstsprojekts im Jahr 2009 rund 44 000 Stolpersteine vor den Häusern von Nazi-Opfern verlegt.

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