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Villingen-Schwenningen Das Beste der Heringsdörfler auf die Bühne gebracht

Sie verstehen zu feiern und das Programm auf der Bühne bedient immer auch einen gewissen Anspruch: Die Heringsdörfler präsentierten ihr Bestes bei einem gut besuchten Ball im Villinger Fidelisheim.

 Etwas mehr als 120 Gäste hatten den Weg in den Saal des Villinger Fidelisheim gefunden und sie kamen beim Ball der Heringsdörfler voll auf ihre Kosten. In dem dreistündigen Programm präsentierten die bühnenerfahrenen Mitglieder des Villinger Fasnetvereins viele alten Nummern im neuen Gewand. Zu Beginn allerdings mussten Celine Waterlot und Monika Roggenbuck erst einmal das Publikum mit dem Fasnetvirus „Virus Carnevalis“ infizieren, denn wegen der in diesem Jahr sehr frühen Fastnacht sei noch nicht jeder auf das närrische Treiben eingestellt, wie die beiden die süße Schluckimpfung begründeten.

Als Herr Ackermann ließ sich Frank Thoma über die Umgangssprache unserer Jugend aus, bei denen es immer nur „läuft“, um anschließend über seine bundesdeutschen Spracherlebnisse zu berichten. Sein Rezept für einen Jägermeister-Kuchen, den er anschließend humorvoll unter die Gäste brachte, gehörte sicher zu den gerne und oft gesehenen Best of Heringsdorf. Best of und einen echten Höhepunkt stellt natürlich auch das Ballett dar. Einstudiert und geleitet von Conny Vosseler brachten die neun Tänzer so richtig Schwung in den Saal und hatten nach fetzigen Tänzen erstaunlicherweise sogar noch Luft für eine Zugabe. Zuvor hatte Wetterfrosch Freddy (Rolf Blum) über Wetterunbillen berichtet: „Eine drückende Schwüle in Berlin, hinter der das Tief Angela lauert“, stellte er fest. Lehrerin Paula Straub (Gisela Herbst) versuchte den Schülern Rupert, Margot, Konrad und weiteren Klassenkameraden tierisches Wissen beizubringen.

Weitere Höhepunkte des Bühnenprogramms waren natürlich wieder Stefan Ertel als Vitali, der kein grünes Blatt an der Historischen Narrenzunft ließ und per Handy nach Moskau von der Villinger „Militärparade“ berichtete. „Tausend Aliens mit Holzmockelkopf und Wieber mit einem Drahtgestell auf dem Kopf sowie eine blauweiß gekleidete Armee die die Kriegstrommeln schlägt“, erzählte Vitali seinem Bruder in Moskau, nachdem er zuvor festgestellt hatte, dass der Narromarsch seinen Ursprung am Bosporus hat. Ebenfalls „Best of Heringsdorf“ trugen in der Schlußnummer die Stadtratten vor. Tino Ummenhofer, Frank Thoma und Norbert Ertel intonierten das „wa trummled au und blosed“ in allen nur erdenklichen Sprachen und Ausdrucksweisen. Zur Melodie der französischen Marseillaise oder dem italienischen Caprifischer durfte das Publikum am Schluss mitsingen.

Die Programmmacher waren als Conferencieuse Monika Roggenbuck. Bühnentechnik: Karina Haug, Marion Ertel, Roland Haug und Michael Thoma, Tontechnik: Martin Dobernecker, Idee und Regie. Barbara Ertel und Norbert Ertel, Musik zur Unterhaltung: Wolfgang Kratt

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