"Das Geheule kommt nicht von den Bürgern, ganz im Gegenteil können diese sich freuen, dass mit den Geldern, die nicht für den Neubau verplempert werden, nun endlich die maroden Brücken, Turnhallen und Schulen saniert werden können", kommentiert
Sonja Graßmann das Ergebnis des Bürgerentscheids. Ihr Fazit zur Diskussion um das zentrale Rathaus: "In den letzten 10 Jahren musste ich genau 1 mal aufs Rathaus! Für alle anderen Belange stehen die Bürgerämter zur Verfügung."
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"Die Zeiten, zu denen das tumbe Volk obrigkeitsgläubig den politischen Leitwölfen nachlief, sind vorbei!", kommentiert
Bernd Trilling das Ergebnis des Bürgerentscheids. Er mutmaßt, ob das Ergebnis vielleicht anders ausgefallen wäre, wenn die Stadträte eine rechtsverbindliche Erklärung unterzeichnet hätten, in der sie persönlich für weitere Mehrausgaben gehaftet hätten.
Das Projekt "Zentrales Rathaus" hat
Jörg Maier noch nicht ganz abgeschrieben, allerdings vermutet er, das auch bei einem erneuten Anlauf die Diskussionen nicht abebben werden - im Gegenteil. Er ist der Ansicht, das ein neues Problem entstehen wird: "Ich freu mich schon auf das Geheule der Bürger des Ortsteiles, in dem das zukünftige eine Rathaus (denn das muss einfach so kommen, nur nun eben in einem bereits bestehenden Gebäude) nicht stehen wird. Das wird V und S dann noch weiter auseinander bringen, egal in welchem Ortsteil es stehen wird. Schade."
Für
Ralph Oldman bedeutet das Ergebnis des Bürgerentscheids in einer gelebten Demokratie, dass nun eine Lösung nach dem Willen des Bürgers gesucht werden muss. "Jeder, aber auch jeder halbwegs vernünftige Mensch versteht, dass man sich keine neue Eigentumswohnung kaufen kann, wenn man für sein bestehendes Haus kaum noch alle Kosten aufbringen kann und niemand weiß, ob man das alte überhaupt verkauft bekommt." Seine Meinung zum Ausgang des Bürgerentscheids: "Der Bürger wünscht sich Nähe und das Gefühl gehört zu werden und eben nicht eine Verwaltung fern der Menschen, mitten im freien Feld."
"Ich als geborener Villinger us de Südstadt, aber sit langer Ziet im Breisgau kenn mei Städtle no immer guet gnug", ist die Reaktion von
Herbert Pommerenke auf das Ergebnis des Bürgerentscheids. Er vermutet, dass die Bürger beider Städte wohl schon ahnten, was danach passieren würde, schließlich sind die beiden Städte immer noch gut 5km durch landschaftlichen Raum getrennt. "Für die Bewohner beider Städte gäbe es zu lange Wege zum Rathaus, also müssten neue ortsnahe Ausweichbehörden entstehen getarnt als Ortschaftsbüros mit Ortsvorstehern und Ortschaftsräten um Bürgernähe vorzutäuschen!" Das hätte für ihn folgende Konsequenz: Mehr Personal, mehr Kosten, aber keine Entscheidungsberechtigung.