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Villingen-Schwenningen Bürger stoppen geplantes Rathaus für Villingen-Schwenningen

22.10.2012
Villingen-Schwenningen -  Herber Schlag für OB Rupert Kubon: Die Einwohner von Villingen-Schwenningen haben den Bau eines zentralen Rathauses mit großer Mehrheit gestoppt. Bei einem Bürgerentscheid stimmten am Sonntag 79,0 Prozent gegen den 46 Millionen Euro teuren Neubau. Auch die erforderliche Beteiligung wurde deutlich erreicht.

Das Schleppen hat sich gelohnt: In Villingen-Schwenningen haben 20 049 Bürger gegen ein neues Rathaus gestimmt und damit das Quorum um 5000 Stimmen übertroffen.  Autor:Rauls

Herber Schlag für OB Rupert Kubon: Die Einwohner von Villingen-Schwenningen haben den Bau eines zentralen Rathauses mit großer Mehrheit gestoppt  Autor:Elke Rauls

Sie wollen keine Siegerpose, aber sie nehmen sich nach dem grandiosen Sieg einfach in den Arm: Die Sprecher der Bürgerinitiativem Rudolf Nenno (links) und Bertold Ummenhofer nach der Bekanntgabe des Endergebnisses des Bürgerentscheides.  Autor:rauls/Ebner

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    Wahlbeteiligung
    Von Bernd Trilling (249 Beiträge) am 23.10.2012 13:10
    Selbst bei der Europawahl 2009 lag die Beteiligung bei 43,1%. Auch hier bestimmte eine Minderheit über die Zusammensetzung des EU-Parlaments. Bei der Bundestagswahl im gleichen Jahr sank die Beteiligung auf etwa 70%. Sollen wir hier Quoren einführen und beim Nichterreichen die Parlamentswahlen als ungültig erklären? Was erwarten Sie da bei einer regionalen projektgebundenen Bürgerabstimmung, Herr Lindner? Wer nicht zur Wahlurne geht, hat auch eine Wahlentscheidung getroffen! So funktioniert Demokratie, das ist Wahlrecht statt Wahlpflicht. Gilt Ihre Einschätzung „Die Minderheit bestimmt“ auch für die Volksabstimmung über S21? 48,7% - auch eine Minderheit!
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    Die Minderheit bestimmt,
    Von Günter Lindner (900 Beiträge) am 23.10.2012 11:29
    die Mehrheit trägt die Kosten.Das ist der Preis, wenn man nicht an der Demokratie aktiv teilnimmt.
    Die Zukunft wird nicht preiswerter,im Gegenteil.
    Doch offentsichtlich, war das Thema, der Mehrheit der gefragten Bürger, wurscht.Doch unsere Medien haben ihre Freude daran, die Minderheit als Mehrheit zu verkaufen.Sinn dieser Art von Demokratieausübung? Fronten schaffen mit wenig Bürgerbeteiligung? Warum hat die Mehrheit nicht teilgenommen?
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    Kompliment
    Von Herbert Pommerenke (9 Beiträge) am 22.10.2012 11:57
    Die Bürger beider Städte ahnten schon was danach passieren würde,
    schließlich sind die beiden Städte immer noch gut 5km durch
    landschaftlichen Raum getrennt. Do sin d Villinger un dert sin d
    Schwenninger.
    Für die Bewohner beider Städte gäbe es zu lange Wege zum Rathaus,
    also müssten neue ortsnahe Ausweichbehörden entstehen getarnt als
    Ortschaftsbüros mit Ortsvorstehern und Ortschaftsrätern um
    Bürgernähe vorzutäuschen!
    Mehr Personal, mehr Kosten, aber keine Entscheidungsberechtigung!

    Ich als geborener Villinger us de Südstadt, aber sit langer Ziet im Breisgau
    kenn mei Städtle no immer guet gnug.

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    Es ist unglaublich
    Von Ralph Oldman (14 Beiträge) am 22.10.2012 11:49
    In einer gelebten Demokratie heisst dieses Ergebnis, dass nun eine Lösung nach dem Willen des Bürgers (welches eindeutig war) gesucht wird.
    Jeder, aber auch jeder halbwegs vernünftige Mensch versteht, dass man sich keine neue Eigentumswohnung kaufen kann, wenn man für sein bestehendes Haus kaum noch alle Kosten aufbringen kann und niemand weiss, ob man das alte überhaupt verkauft bekommt. Der Bürger wünscht sich Nähe und das Gefühl gehört zu werden und eben nicht eine Verwaltung fern der Menschen, mitten im freien Feld.
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    Privat haften!
    Von Bernd Trilling (249 Beiträge) am 22.10.2012 11:47
    Welches Großprojekt ist in den letzten Jahrzehnten im Rahmen des "sorgfältig errechneten" Kostenvoranschlags realisiert worden? Die Stadträte, die jetzt nach dem Großklinikum erneut zunächst 46 Millionen Steuergelder verbraten wollten, hätten eine rechtsverbindliche Erklärung unterzeichnen sollen: "Falls der Kostenrahmen um mehr als 5% überschritten wird, hafte ich persönlich für weitere Mehrausgaben“. Dann wäre die Bürgerabstimmung vielleicht anders ausgefallen. Die Zeiten, zu denen das tumbe Volk obrigkeitsgläubig den politischen Leitwölfen nachlief, sind vorbei! Da hilft selbst eine schwarz-rot-gelb-grüne Koalition nicht mehr.
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    Problem?
    Von Sonja Graßmann (145 Beiträge) am 22.10.2012 10:38
    In den letzten 10 Jahren musste ich genau 1 mal aufs Rathaus ! Für alle anderen Belange stehen die Bürgerämter zur Verfügung. Das Geheule kommt nicht von den Bürgern, ganz im Gegenteil können diese sich freuen, dass mit den Geldern, die nicht für den Neubau verplempert werden nun endlich die maroden Brücken, Turnhallen und Schulen saniert werden können
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    Ein neues Problem entsteht
    Von Jörg Maier (200 Beiträge) am 22.10.2012 07:58
    Ich freu mich schon auf das Geheule der Bürger des Ortsteiles, in dem das zukünftige eine Rathaus (denn das muss einfach so kommen, nur nun eben in einem bereits bestehenden Gebäude) nicht stehen wird. Das wird V und S dann noch weiter auseinanderbringen, egal in welchem Ortsteil es stehen wird. Schade.
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