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Villingen-Schwenningen Ball-Absage kein Thema bei Mitgliedern

14.01.2012


In knapp 50 Minuten absolvierte die Katzenmusik unter der humorvollen Regie von Generalfeldmarschall Heinz Klingele die Regularien der Generalversammlung – in völliger Harmonie und in Frieden.
Hintergrund: Der Katerbrunnen

Kein Mitglied hob die Hand, um unter dem Punkt "Verschiedenes" seine Meinung zu sagen und eventuell seinen Unmut über die abgesagten Fasnetsbälle zu äußern. Zuvor hatte Kamuvi-Präsident Christoph Hess nochmals eindringlich die Beweggründe dargelegt, warum die Vorstandschaft mit großer Mehrheit die Bälle abgesagt hatte. Zu groß erschien das finanzielle Risiko, die Bälle unter den neuen, geänderten Bedingungen mit deutlich weniger Gästen und damit auch weniger Einnahmen, durchzuführen. „Schon jetzt sind die Bälle defizitär, ein weiteres Defizit können wir aber den Mitgliedern und Sponsoren nicht zumuten“, so Hess. Damit die ganze Arbeit der Ballakteure nicht ganz umsonst ist, überlegt der Vorstand, ob Teile des Programms im Rahmen des General-Appells am Fasnets-Mentig gezeigt werden. „Ich weiß, dass die Absage für alle Ballakteure eine bittere Nachricht ist, dass es schon viele Ideen für die Gestaltung der Bälle gab und einige Mitglieder schon viele Stunden Arbeit investiert haben.“ Die Bälle seien wichtiger Bestandteil der Villinger Fasnet. Es müsse aber die Möglichkeit geben, in enger Abstimmung mit den Mitgliedern, die geänderte Lage in Ruhe zu überdenken und keine Entscheidung über das Knie brechen. „Wir müssen eine tragfähige Lösung für die Zukunft finden, die auch finanziell solide ist“, appellierte Christoph Hess an die Mitglieder im vollbesetzten Münsterzentrum. Er stellte noch das Projekt „Katerbrunnen“ vor und bat die anwesenden Stadträte und OB Kubon um Unterstützung bei der Realisierung.

Der erste Kassier Rolf Müller hatte zuvor in seinem Kassenbericht mit den Zahlen eindrucksvoll belegt, wie defizitär die Bälle sind: Einnahmen in Höhe von rund 13 000 Euro stehen Ausgaben von 18 500 Euro entgegen. Insgesamt hat der Fasnetsverein 2011 126 837 Euro eingenommen und 128 444 Euro ausgegeben. „So schließen wir mit einem Defizit von 1607 Euro ab“, so Müller. Dies könne der Verein verkraften, da es im Vorjahr einen Überschuss von 7500 Euro gab. Rolf Müller, der später von den Mitgliedern einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde, machte unmissverständlich klar, dass der wirtschaftliche Bereich das Geld erbringen muss, um den ideellen Bereich zu finanzieren. So habe man alleine für die neue Gruppe „Katzenrolli“ 5800 Euro ausgegeben.

Oberbürgermeister Kubon nahm nach einem kurzen Grußwort die Entlastung des Vorstandes vor, die einstimmig erfolgte. OB Kubon wünschte der Katzenmusik, die 2012 140 Jahre alt wird, eine schöne Fasnet und wies darauf hin, dass ja der Kater das diesjährige Fasnetsabzeichen ziere. „So ist die Katzenmusik überall präsent“, machte Kubon Werbung für einen regen Verkauf des Ansteckers.

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