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Villingen-Schwenningen Ausstellung in zwei Kirchen zeigt Patientenbilder

Heute Vernissage in Pauluskirche und St. Konrad. Am Sonntag ökumenische Gottesdienste geplant.

Villingen-Schwenningen hat als Doppelstadt eine ganz besondere Beziehung zum Thema Dualität. Umso passender ist die gemeinsame Kunstausstellung der Nachsorgeklinik Tannheim und des Hegau-Jugendwerks Gailingen, die am heutigen Freitagabend in zwei Teilen in der evangelischen Pauluskirche und der katholischen St. Konradskirche eröffnet wird. 66 Patienten der beiden Einrichtungen zwischen acht und 40 Jahren arbeiteten an den Bildern, von denen für die Ausstellung jeweils zwei zusammengestellt wurden und so ein Gesamtwerk bilden.

Die Idee zu dem Projekt „Ganze Perspektiven“ sei spontan im Zuge einer kunsttherapeutischen Tagung in Gailingen entstanden, sagt Jörg Rinninsland vom Jugendwerk. „Die beiden Häuser arbeiten immer wieder zusammen“, ergänzt Anke Jentzsch von der Nachsorgeklinik Tannheim.

Schnell habe man sich auf das so genannte „Cadavre Exquis“ geeinigt, bei dem mehrere Künstler unabhängig voneinander an einem Kunstwerk arbeiten.

„Es ist immer die linke Seite von Tannheim und die rechte von Gailingen“, verrät Jörg Rinninsland. Vorgegeben wurden nur die Horizonthöhen, damit sich die Bilder zusammenfügen lassen, und das Thema: Meine Landschaft. So entstanden in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 33 Gesamtwerke, die bereits im Landtag in Stuttgart und im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin ausgestellt wurden.

Für Anke Jentzsch steht fest: „Das Projekt hat eine starke soziale Komponente.“ Eine Rehaklinik sei für die Patienten auch eine Art Insel, in der sie abgeschottet leben. Die Bilder seien somit „eine Flaschenpost nach draußen“, ergänzt ihr Kollege aus Gailingen. So spiegeln sich in jedem der Bilder die Einstellung und das Leben des jeweiligen Künstlers wider. „Wir wollen über die Patienten aufklären. Dies ist eine wirklich elegante Lösung.“

Die offizielle Eröffnung der ersten Hälfte der Ausstellung ist am heutigen Freitag, 15. Januar, um 18 Uhr in der Pauluskirche. Im Anschluss findet ein Spaziergang zur St. Konradskirche statt, wo die Eröffnung der zweiten Hälfte um 19 Uhr stattfindet. Musikalisch wird die Feier vom Jungen Chor St. Ursula und dem Mädchenchor Rottweil begleitet. Der Eintritt zu beiden Vernissagen ist frei.


Kunst und Gottesdienst

Die Ausstellung ist vom 16. Januar bis zum 8. März montags, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 17. Januar, 10.30 Uhr laden die Paulusgemeinde und die Pfarrei St. Konrad zudem zu einem ökumenischen Gottesdienst in die St. Konradskirche ein, in den das Kunstprojekt miteinbezogen wird.

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