
Für die Feier am Samstag rührten die Black Rider in einem Magazin, das bundesweit erscheint, die Werbetrommel. Die Mitglieder gingen davon aus, dass die Party stattfindet, hatte die Stadt doch nach Angaben von Mario Kiefer, Sprecher der Black Rider in Villingen, vor drei oder vier Monaten genehmigt. Vor wenigen Tagen hätte die Stadt die Erlaubnis dann revidiert. Alle alternativen Veranstaltungsorte in VS seien am Samstag bereits ausgebucht. „Und auch ein großes Zelt haben wir so kurzfristig nicht mehr bekommen“, sagte Kiefer, der mit 1000 Gästen rechnet.
Die Stadt lenkte ein. Die Erlaubnis knüpften die Verantwortlichen im Baurechtsamt allerdings an brandschutz- und sicherheitstechnische Auflagen. Ob diese eingehalten werden, prüft die Stadt am Freitagvormittag bei einer gemeinsamen Begehung mit Vertretern des Baurechtsamt, Hallenbetreibern, Clubmitgliedern und der Polizei.
„Wir müssen unter anderem die Notausgänge ausweisen und beleuchten, den großen Parkplatz mit Flutlichtstrahlern ausleuchten, sechs Sicherheitskräfte organisieren und drei Rettungssanitäter“, so Kiefer. Damit der Lärm so gering wie möglich ausfällt, verzichten die Black Rider auf Live-Musik; ein DJ wird Musik auflegen. Auch sollen im Freien keine Getränke ausgeschenkt werden.
Die Stufenparty der St. Ursula-Schulen muss nach derzeitigem Stand aus Mangel an Alternativen ausfallen, sagt die 17-jährige Lisa Baumann (Name von der Redaktion geändert). Sie engagiert sich im Organisationsteam für die Stufenparties. „Die Motocrosshalle war für uns immer die gewinnbringendste Lösung, auch weil die Betreiber uns mit der Miete entgegengekommen sind“, erklärt sie.
Einnahmen brechen auch Lars Bergmann und Mitbetreiber Holger Sterk weg: „Seit 2010 machen wir Veranstaltungen dieser Art, es waren bereits ungefähr 20. Mit einer Ausnahme sind immer alle gut über die Bühne gegangen. Jetzt heißt es plötzlich, dass wir die Auflagen nicht erfüllen“, sagte er verärgert.
