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Villingen-Schwenningen Aufatmen in VS: Der Sudanese Sidar darf erst einmal hier bleiben

Die Evangelische Kirchengemeinde Schwenningen, die dem 18-jährigen Sidar Ebrima Damba nach seiner Abschiebung nach Italien und der Rückkehr nach Deutschland Kirchenasyl gewährt hat, gibt gemeinsam mit den Betreuern von Refugio mit Erleichterung bekannt, dass das Verwaltungsgericht Freiburg dem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz für den jungen Sudanesen stattgegeben hat.

Hoffnungsvoll: Nicht nur der aus Villingen-Schwenningen nach Italien abgeschobene Sudanese Sidar freut sich. Viele Helfer wünschen sich, das der junge Mann nach seiner Heimkehr im Oberzentrum seinen Traum vom Leben umsetzen darf.
Hoffnungsvoll: Nicht nur der aus Villingen-Schwenningen nach Italien abgeschobene Sudanese Sidar freut sich. Viele Helfer wünschen sich, das der junge Mann nach seiner Heimkehr im Oberzentrum seinen Traum vom Leben umsetzen darf. Bild: Bild: SK-Archi

Damit sei es dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge untersagt, ihn erneut nach Italien abzuschieben bis zur Entscheidung des Gerichts über die Frage, ob sein Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden müsse, heißt es in der Presseerklärung, die die Evangelische Kirchengemeinde Schwenningen am Mittwoch herausgegeben hat.

Weiter heißt es in der Mitteilung:

Maßgeblich für diese Entscheidung ist die Einschätzung der Lage der Flüchtlinge in Italien und die Frage, ob in Italien derzeit ein dem EU-Recht und der UN-Flüchtlingskonvention entsprechendes Asylverfahren durchgeführt werden könne. Damit ist ein wichtiges Ziel für Sidar erreicht: Seine vorläufige Duldung ist auf eine neue verlässliche Rechtsgrundlage gestellt worden. So kann er zunächst weiter seine Schule besuchen, die ärztliche Behandlung sowie die Maßnahmen der Jugendhilfe können fortgesetzt werden.

Der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Schwenningen wird angesichts dieser Entwicklung in ihrer nächsten Sitzung über die Aufhebung des Kirchenasyls beraten. Gleichzeitig dankt die Kirchengemeinde für alle Unterstützung durch die Betreuer und die übrigen katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Villingen und Schwenningen.

Zusammen mit den Betreuern von Refugio und den Freunden und Unterstützern von Sidar wird die Kirchengemeinde die rechtliche Entwicklung in diesem Fall weiter verfolgen und dafür eintreten, dass das Asylverfahren von Sidar in Deutschland durchgeführt wird.

 

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