VS-Villingen – Manfred Huger freut sich. Für den runden Geburtstag der Jugendherbergen (Juhe) hat der Herbergsvater zusammen mit seinem Sohn Fabian ein ambitioniertes OpenAir-Programm zusammengestellt: Neun Gruppen kommen zwischen 14 Uhr und 22.30 Uhr in die St. Georgener Straße 36, um den hundertsten Geburtstag zu feiern. Jetzt hoffen die Hugers nur noch, dass am 27. Juni das Wetter mitspielt.
Organisiert hat Huger zusammen mit seiner Frau Marianne eine professionelle Bühne, die auch bei der Schwenninger Kulturnacht benötigt wird. Ab 14 Uhr startet das Herbergs-Openair mit einem Auftritt der Freiburger Gruppe „Wir“. Die drei Jungs, die ihre Fans mit Deutsch-Rock zum Tanzen bringen, sind vor allem bei den Jüngeren beliebt. Huger hofft daher, dass die gleich zu Beginn aufs Herbergsgelände strömen. Da die Freiburger eine große Fangemeinde haben, stellt sich Huger schon von 14 Uhr an auf einen regen Zulauf ein.
Danach sorgen acht weitere Gruppen für Stimmung bis zum „Hauptact“, den Mofarockern, bei denen unter anderem auch Fabian Huger mitspielt. Ab 19.30 Uhr stehen sie auf der Bühne, bis 22.30 Uhr. Danach ist Schluss. Das ist mit der Polizei und der Stadt so abgesprochen, ab etwa 23 Uhr wird dann auf dem Gelände Ruhe einkehren. Mit den Nachbarn soll es auch an diesem Open-Air-Tag keine Probleme geben: „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis“, betonte Huger. Daher wird die Bühne auch zur Bundesstraße hin aufgestellt, mit dem Ende weit vor Mitternacht soll sich der Lärm durch gehende Besucher in Grenzen halten.
Nicht nur wird der Eintritt frei sein, sondern obendrein sollen alle nicht-alkoholischen Getränke, Kaffee, Kuchen, heiße Würste und ähnliches nur 100 Cent kosten, weil die Hundert natürlich die Symbolzahl des Tages sein wird. Die Herbergseltern Marianne und Manfred Huger verkaufen auch Bier und Wein, das allerdings zu üblichen Preisen.
„Wir hoffen auf ein schönes Fest für Besucher aus allen Altersgruppen, für die Familie“, betonte Huger. Neben Vereins-Ständen wird das Projekt Fideldidu vorgestellt, bei dem sich Kinder als Umweltschützer betätigen. Manfred Huger, der seit 15 Jahren die Herberge mit ihren 128 Betten und fünf Mitarbeitern (vom Zivildienstleistenden bis zur Halbtagskraft) leitet, hofft nun auf regen Zuspruch. „Wir wollen mit dem Fest kein Geld verdienen“, betont er, sondern einfach zum 100-Jährigen eine attraktive Veranstaltung der Bevölkerung präsentieren.
