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Villingen-Schwenningen „Knochä“ gestohlen und beschädigt

23.02.2012
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Fasnet-Symbol in Neuhausen wieder gefunden, Gayser-Gilde schätzt den Schaden auf rund 1000 Euro

Als die Mitglieder der Obereschacher Gayser-Gilde am Fasnet-Dienstag erfuhren, dass ihr riesiger Knochen aus der Ortsmitte verschwunden war, schwante ihnen nichts Gutes. Zwar kam kurz darauf die erlösende Nachricht, der Knochen lehne gegenüber dem Gasthof „Kreuz“ in Neuhausen am Narrenbaum, doch die Freude der Gayser war nur von kurzer Dauer. Das Symbol der Obereschacher Zunft wurde durch die Aktion stark beschädigt. Die Gayser gehen derzeit von einem Sachschaden von rund 1000 Euro aus und haben bei der Polizei Strafanzeige erstattet.

Der rund 250 Kilogramm schwere weiße Knochen ruht während der Fasnettage seit rund 30 Jahren gewöhnlich auf zwei Ständern in der Obereschacher Dorfmitte. Auf den Ständern, so erklärt Gildemeisterin Michaela Raus, wird der „Gayser-Knochä“ mit zwei Ketten und zwei Schlössern gesichert. Diese wurden am frühen Dienstagmorgen von unbekannten aufgebrochen. Die Gayser erhielten bereits Hinweise von Zeugen, die den Knochen vor vier Uhr noch in Obereschach gesehen haben.

Andere sagten später aus, dass er um sechs Uhr bereits am Narrenbaum in Neuhausen gelehnt sei. „Das müssen mindestens fünf bis sechs Mann gewesen sein, die außerdem einen Anhänger zur Verfügung hatten“, ist sich Säckelmeisterin Cornelia Hermes sicher. Im vergangenen Jahr war bereits versucht worden, den riesigen Knochen zu stehlen. Damals scheiterten die Täter jedoch, berichtet die Säckelmeisterin weiter. Noch am Fasnetdienstag hoben die Gayser den wieder gefundenen Knochen in diesem Jahr ein zweites Mal auf seine Ständer. Schließlich wollten sie sich den Fasnetausklang am Abend nicht mehr als nötig verderben lassen.

Doch durch den erfolgten Diebstahl wurde der Knochen stark beschädigt. Das Metallgestell im Inneren ist gebrochen. Die Außenhaut des Knochens hat mehrere Risse und faustgröße Löcher. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 1000 Euro. „Das ist so kein Spaß mehr“, ist Michaela Raus wütend. Sie bittet mögliche Zeugen sich bei ihr unter 07721/9166952 oder bei der Polizei unter 07721/601-0 zu melden.

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