Mein

Tuttlingen Trio quält 43-Jährigen über zehn Stunden

26.07.2012
Tuttlingen -  Misshandelt und eingesperrt: Drei Peiniger haben einen 43 Jahre alten Mann in Tuttlingen fast zehn Stunden in einem Abstellraum eingesperrt. Hintergrund des Vorfalls am Mittwoch war ein Streit um 20 Euro.
Handschellen

Symbolbild  Bild: dpa

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed


Räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung und Freiheitsberaubung sind nur ein Teil der Straftaten, weshalb zwei Männer und eine junge Frau am frühen Mittwochabend von Beamten der Polizeidirektion Tuttlingen vorläufig festgenommen wurden und dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden.

Das teilte die Polizeidirektion Tuttlingen mit. „Anlass hierfür gab ein Vorfall, der sich über den ganzen Mittwoch hinzog und bei dem ein 43 Jahre alter Mann von dem Trio massiv misshandelt und gequält wurde“, heißt es im Bericht: „Hintergrund war eine Auseinandersetzung zwischen den insgesamt vier Personen teilweise aus dem Wohnsitzlosenmilieu – die Täter im Alter von 21 bis 27 Jahren“.

Drohungen und Prügel

„Im Streit um einen kleineren Bargeldbetrag gerieten die vier am Vormittag verbal aneinander“, informierte Matthias Preiss, Kriminalhauptkommissar in der Polizeidirektion Tuttlingen. Und weiter: „Im weiteren Verlauf wurde das spätere Opfer von dem Trio des Diebstahls bezichtigt. Die Auseinandersetzung setzte sich mit Bedrohungen fort und mündete darin, dass die beiden männlichen Täter mehrfach und gemeinschaftlich auf ihr Opfer einschlugen.“

Das verletzte und blutende Opfer habe sich dann abduschen müssen und sei von allen drei Tatverdächtigen in einem angrenzenden Abstellraum eingesperrt worden.

Zehn Stunden lang Misshandlungen

Doch damit waren die Qualen des Opfers noch lange nicht zu Ende: Immer wieder sei das Trio zurückgekehrt, um erneut auf den 43-Jährigen einzuschlagen. Und nicht nur das: „Sie drückten ihrem Opfer zwei brennende Zigaretten auf der Stirn aus.

Unter anderem verlangten sie von dem Mann, sich auf ein Bett zu legen und schoben ihm dann einen brennenden Briefumschlag unter die Oberbekleidung. Die Misshandlungen zogen sich über einen Zeitraum von etwa zehn Stunden hin, da das Opfer keine Möglichkeit hatte, Hilfe zu rufen oder sich zu befreien.

Nur durch Zufall habe eine Zeugin das Opfer am Nachmittag dann eingesperrt in dem Abstellraum entdeckt und sofort den Rettungsdienst und die Polizei alarmiert.

Tatverdächtige alkoholisiert

Als die Polizei eintraf, hatten sich die drei Tatverdächtigen bereits in ihrer Behausung eingeschlossen: „Die Beamten mussten diese gewaltsam öffnen und konnten das Trio dann widerstandslos vorläufig festnehmen“, berichtet Preiss weiter.

Alle drei Tatverdächtigen seien erheblich betrunken gewesen. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und dort zur Behandlung der mittelschweren Verletzungen stationär aufgenommen.

 

Blaulicht der Polizei

Alle Polizeimeldungen, Bilder und Videos aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Themenpaket.

Übersicht | Alle Bildergalerien | Alle Polizeimeldungen im RSS-Feed

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln