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Tuttlingen Bundesstraße 523: Tanklastzug verunglückt mit 20 000 Liter Milch

10.10.2012
Tuttlingen -  In der Nacht zum Dienstag ist ein Milchlastzug auf der Bundesstraße 523, unmittelbar am Eingang der Stadt Tuttlingen, verunglückt. Der Lastzug war mit rund 20 000 Liter Milch beladen, teilt die Polizei mit.

Der Milchlaster kippte auf mehrere vor einem Autohaus abgestellte Fahrzeuge.  Bild: Kamera24.TV

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Bis zur Bergung des umgestürzten Milchtankwagens war die Bundesstraße 523 bis gegen 8 Uhr voll gesperrt.

Infolge der Umleitung während des Berufsverkehrs kam es zu einem Rückstau auf der B 523 und zu zwei Folgeunfällen. Bei einem der Unfälle stieß ein gestürzter Motorradfahrer gegen die Stoßstange des letzten im Stau stehenden Wagens. Der Motorradfahrer überstand dies ohne Verletzungen, die Autofahrerin allerdings erlitt beim Anblick des neben ihrem Wagen liegenden Motorradfahrers einen Schwächeanfall und fiel um. Sie wurde in die Kreisklinik eingeliefert.

Bei dem Milchlaster-Unfall beläuft sich der Gesamtschaden vorläufigen Schätzungen zugrunde auf mehrere hunderttausend Euro, teilen die Beamten mit. Zu dem Unfall kam es gegen 3.30 Uhr, als der Fahrer in Richtung Tuttlingen fuhr und mit der Zugmaschine nach rechts auf das Fahrbahnbankett geriet. Beim Gegensteuern verlor er auf die Kontrolle über den Lastzug.

Dieser kam nach links von der Fahrbahn ab und stürzte auf die etwas tiefer gelegene Ausstellungsfläche eines Autohauses, auf der etliche Fahrzeuge zum Verkauf aufgestellt waren. Sechs der Wagen wurden beschädigt, bei vier davon liegt ein Totalschaden vor. Während die Zugmaschine des Milchlastzuges nach links auf die Personenwagen kippte, überschlug sich der Anhänger, ohne sich von der Zugmaschine gelöst zu haben.

Der allein im Fahrzeug sitzende Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Durch den Unfall sind die Zugmaschine und der Anhänger ebenfalls total beschädigt worden. Da die beiden aus Edelstahl bestehenden Tanks mit rund 20 000 Liter Milch voll beladen waren, mussten zuallererst Ersatzfahrzeuge angefordert werden, auf die die Milch umgepumpt wurde.

Zunächst bestand die Gefahr, dass Milch auslaufen und in die nahe vorbeiführende Elta, einem Nebenfluss der Donau, fließen könnte, teilen die Beamten weiter mit. Dazu sei es aber nicht gekommen.

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