Triberg Vortrag über die Kraft der Fichte
10.02.2012
Edith Kraft
„Speziell auch bei uns in der Region ist die Landschaft geprägt durch die Fichte“, erklärt Edith Kraft, die zu ihrem Vortrag über die Kraft der Fichte viele Interessierte im Kurhaus begrüßt. Seit etwa zehn Jahren wohnt sie in Nußbach. Nachdem sie an der Heilpflanzenschule in Freiburg eine Grundausbildung und mehrere Seminare besucht hatte, weckte die Fichte – ein eher unscheinbarer Baum – ihre Aufmerksamkeit.
„Bereits Hermann Hesse sagte: Bäume sind Heiligtümer. Wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit.“ Die Landschaft in Deutschland ist mit rund 36 Prozent Fichtenwald geprägt, weiß sie. „Heute Abend möchte ich ihnen die Fichte ein bisschen schmackhaft machen“, lächelt Edith Kraft und berichtet, dass bereits die alten Germanen die Fichte als Schutzbaum verehrten. Für ihre Heilkraft ist die Fichte seit langer Zeit schon bekannt. Geschätzt als Rheumamittel oder gegen Gicht, bei Muskelerkrankungen und auch zur Linderung bei Erkältung, steht die Fichte nicht nur im Winter bei Kräuterkundigen hoch im Kurs.
„Zuhause habe ich diese alte Eisenpfanne auf dem Kachelofen stehen“, sagt sie und zählt auf, was sie nach Lust und Laune in die Pfanne legt. Orangenschalen, Zitronenschalen, Salbei, Fichtenzweige oder auch Zimtstangen. Wenn sich die Pfanne erwärmt, strömt ein angenehmer Duft durch die Räume. „Bei ihnen darf man immer fragen und sie haben immer etwas zu probieren dabei, das ist toll“, lobt eine Teilnehmerin und riecht an der Fichtennadeltinktur, die Edith Kraft herum gehen lässt.
Ob Balsam, Gewürz, Brotaufstriche oder einen Punsch mit Fichten, Edith Kraft hat alles zum Vortrag mitgebracht und gibt gerne Kostproben an die Anwesenden weiter.
„Bei der Herstellung eines Balsams sollte man auf peinlichste Hygiene achten auch bei der Entnahme des Balsams verwende ich immer desinfizierte Spatel“, erklärt sie. Nebenbei gibt sie den wissbegierigen Teilnehmern Antwort auf die vielen Fragen und tauscht mit ihnen Erfahrungen aus. Dabei mahnt sie zum richtigen Umgang mit den Naturprodukten. „Sammeln sie nicht wild und unüberlegt drauf los, das schadet in vielerlei Hinsicht“, betont sie und führt fort, dass sie nicht nur die Zweige der Fichte, sondern auch Kiefernzweige, Lärche oder auch Douglasie verwendet hat.
