Direkt ins Paradies wurde der Abgeordnete des Europaparlaments, Andreas Schwab, durch den CDU-Kreisverband Villingen exportiert. Dort auf dem Paradieshof in Schonach ließ er sich verwöhnen und mit Infos versorgen. Gestärkt widmete er sich dann bei den BIW der Probleme der Firmen in Schonach.
Triberg - Am Freitag vormittag machte der Gewannname "Paradies" in Schonach seinem Namen alle Ehre. Nicht nur die Landschaft präsentierte sich sonnenbeschienen paradiesisch, sondern auch der Paradieshof bot Paradiesisches. Denn die Familie Fehrenbach als Hofbesitzer hatte Küche und Keller nebst Starkoch Wolfgang Limberger aufgeboten, um wieder einmal illustren Besuch zu empfangen. Für seine Sommerreise durch seinen Wahlkreis wurde dem Abgeordneten im Europäischen Parlament, der Villinger Andreas Schwab, vom CDU-Kreisverband die Gemeinde Schonach und der Paradieshof empfohlen. So trafen sich dann CDU-Ortsvorsitzende, CDU-Mitglieder aus der Region und einige Landwirte beim Schonacher Ortsvorsitzenden Herbert Fehrenbach zunächst zu einem zünftigen Bauernfrühstück vor dem Haus.
Die Hausfrau Maria Fehrenbach buk aus diesem Anlass noch einige köstliche Landbrote mehr als sonst, kochte Kaffee und richtete zusammen mit ihren Söhnen und dem "Maitre de Cusine" Wolfgang Limberger als Nachbarn ein Büfett, das sich sehen lassen konnte. Da war "Frisches vom Hof" angesagt - und es mundete ausgezeichnet. "Wir haben zwar weniger politische Reden geführt, dafür aber viele kleine Sorgen besprochen", meinte dann Andreas Schwab, der beim Vespern auch die Meinungen von Bürgermeister Jörg Frey erfuhr. Dass Landwirt Herbert Fehrenbach anschließend die Besucher über seinen Hof, der 1664 erbaut wurde, führte, gehörte zum Programm. Im Stall interesssierte Andreas Schwab der Futtermais: "Ist der nun genmanipuliert?" Das wußte niemand so recht zu sagen. Man vertraue dem Lieferanten einfach. Beim anschließenden Kälbchenfüttern nahm Schwab dann doch lieber Heu vom Hof.
Bürokratieabbau hat sich der Abgeordnete für seinen Einsatz in Brüssel und Straßburg auf die Fahnen geschrieben. Und darum wurde er auch dringend gebeten. Ohne finanzielle Förderungen, so Fehrenbach, hätte er den Hof nicht den neuen Anforderungen anpassen können. Und das nicht nur, um gute Erträge aus der Landwirtschaft zu erzielen. "Wir hier denken ja nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern das ist unsere Heimat." Also seien lange Antragswege und umständliche Richtlinien nicht das, was das Arbeiten erleichtere.
Weniger Bürokratie auf dem europäischen Markt wünscht man sich auch bei den Burger Industriewerken in Schonach. Geschäftsführer Wolfgang Förtsch, langjähriger Gemeinderat und CDU-Fraktionsvorsitzender, machte den Parlamentarier nach dem Start im "Paradies" mit der Situation der mittelständischen Betriebe vertraut. Hier machten in den Ländern unterschiedliche Richtlinien das Arbeiten und den Handel schwer. Schwab sprach sich für weniger Richtlinien, aber für eine gute Rechtssicherheit aus und erbat entsprechende Hinweise. Damit diese Versprechen nicht untergehen, war Schwab in Begleitung seines Büroleiters Norbert Lins, der - nun ebenfalls informiert - für die weiteren Schritte sorgen wird.
Sehr angetan war der Parlamentarier von der Zahl der Auszubildenden bei BIW. Ab September werden es 18 Jugendliche sein, die sich dort auf einen Beruf vorbereiten. Das sei bei einer Mitarbeiterzahl von 260 eine stolze Bilanz, würdigte Schwab. Förtsch gab das Lob weiter an Bürgermeister Jörg Frey, der eine Kooperation zwischen Industrie und Schule am Ort ins Leben gerufen habe, die jetzt gute Früchte trage.
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