Triberg11.05.2009
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Spektakuläres Ja-Wort auf engstem Raum [2]
Im kleinsten Standesamt Deutschlands in Triberg haben Paare schon seit Längerem die Möglichkeit zu heiraten – niemand hat es aber gewagt. Nun hat das Warten auf die erste Zeremonie ein Ende, der liebevoll gestaltete Raum hatte endlich seine Premiere. Und die fiel recht spektakulär aus.
Triberg – „Die Idee zum kleinsten Standesamt entstand bei meinem ersten Besuch in Triberg“, erzählt die Geschäftsführerin vom Parkhotel, Claudia Komeyer. Denn eigentlich war dies einmal ein Eingang ins Hotel, da sich dieser aber als ziemlich unvorteilhaft erwies, wurde die Tür abgeschlossen und der Raum blieb zwar schön dekoriert, aber ohne eigentlichen Nutzen. Schon beim ersten Gespräch mit Günther Möckesch, SAP-Mitbegründer und Besitzer des Hotels, ließ sie die Idee, etwas Besonderes aus diesem kleinen Raum zu machen, nicht mehr los. Auf einem kurzen Rundgang durch Triberg zeigte Möckesch der neuen Geschäftsführerin des Hotels die Wasserfälle, das Markenzeichen der Stadt. Als sie über den Marktplatz zum Parkhotel zurück kehrten, stand ein Brautpaar vor dem Rathaussaal. Möckesch ergriff dabei die Gelegenheit, den holzgeschnitzten Rathaussaal zu zeigen. Aus dem Gespräch mit dem Standesbeamten heraus entstand dann die Idee für dieses kleinste Standesamt Deutschlands. Seit Januar wurden so immer wieder Restaurierungsarbeiten vorgenommen, die mehrere 1000 Euro gekostet haben. „Erst gestern haben wir noch eine andere Deckenlampe bekommen“, sagt die Geschäftsführerin Claudia Komeyer erfreut. Weitere fünf Paare haben sich bereits zur Trauung angemeldet. Bei strahlendem Sonnenschein erschien die kleine Hochzeitsgesellschaft vor dem kleinsten Standesamt Deutschlands. Die Braut, Inge Hofmeyer, Unternehmerin aus Triberg und ihr zukünftiger Ehemann Markus Zaczyk, der im IT Service tätig ist, kamen im engsten Kreis der Familie und Freunden. Nicht ganz unbemerkt blieben der wartende Bräutigam vor dem Eingang zum kleinsten Standesamt und seine Braut, die in einer schicken amerikanischen Limousine laut hupend über den Marktplatz gefahren wurde. Nachdem sie geduldig dem Blitzlichtgewitter von Fotografen, Passanten und Angehörigen posierten, drängte sich die Gesellschaft durch den ehemaligen Eingang, der nun als das kleinste Standesamt umfunktioniert wurde, in das Hotel. Spektakulär waren die Braut in ihrem außergewöhnlichen Kleid, aber auch der Standesbeamte und die Trauzeugen selbst. Günther Möckesch, den eine lange Freundschaft mit der Braut verbindet, freute sich unheimlich, bei der ersten Trauung in seinem Hotel als Trauzeuge zu fungieren. Ebenso Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel, der hier seinem Amt als Standesbeamter sehr gerne nachkam. „Mama, das packst du“, flüsterte der jüngere der beiden Söhne aus Inge Hofmeyers erster Ehe, Emanuel, mit strahlendem Gesicht, als das Paar in dem winzigen Raum Platz nahm. Seitlich an die Wand gedrängt standen der Bruder des Bräutigams und Günther Möckesch als Trauzeugen, während die Familie und engsten Freunde im angrenzenden Restaurant der Zeremonie gerührt lauschten. Vor der Eingangstür warteten die Freunde des Paares bereits mit einem Transparent, das ein riesiges Herz zierte, ungeduldig auf das frisch gebackene Ehepaar um es gebührend hoch leben zu lassen.
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Kann jetzt jeder alle seine diletanitsch geschossenen Fotos beim Südkurier ins Netz stellen ???
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