Und so schildert die Polizei den Hergang: Gegen 6 Uhr am Sonntagmorgen hörten die Besitzer des Sägewerks in Gremmelsbach laute Stimmen vom Hof des Sägewerks. Die drei Brüder gingen zusammen ins Freie und sahen dort eine Person im Eingangsbereich des Sägewerkes stehen, welche an der Hand blutete.
Als sie die Person vom Sägewerk verwiesen, fuhr ein Fahrzeug auf den Hof. Die verletzte Person stieg in dieses ein. Kurz darauf stiegen fünf Personen aus dem Auto aus und gingen auf die Brüder zu. Ohne Vorwarnung erhielt einer der drei Brüder einen Fußtritt gegen den Hals. Er ging sofort bewusstlos zu Boden. Eine weitere Person schlug mit der Faust dem zweiten Bruder ins Gesicht. Gegen den dritten Bruder wurde ebenfalls mit dem Fuß gegen die Brust getreten.
Dieser Bruder nahm nun seinerseits ein Kantholz, um sich gegen den Angreifer zur Wehr zu setzen. Dieser ließ dann vorerst einmal ab und alle fünf gingen zu ihrem Fahrzeug. Drei der Schläger kamen aber mit Schlagstöcken wieder zurück. Der zweite Bruder griff nun ebenfalls zu einem Kantholz. Als die Angreifer sahen, dass sich auch der zweite Bruder bewaffnet hatte, stiegen sie in ihr Fahrzeug und fuhren davon.
Gegen 7.15 Uhr konnte das Fahrzeug im Bereich Lahr von einer Polizeistreife gestellt werden. Bei der Kontrolle war das Fahrzeug mit drei Personen besetzt, wovon eine flüchten konnte. Die beiden anderen wurden festgenommen. Über die Identität der Täter ist bislang nur bekannt, dass sie aus dem Raum Lahr stammen.
Die Polizei Triberg ermittelt wegen Körperverletzung. In diesem Zusammenhang werden auch Videoaufnahmen aus Lahr ausgewertet, wo die Täter zuvor an einer Tankstelle aufgefallen sein sollen. Nähere Angaben zu den Tätern, aber auch wie es zu den Festnahmen in Lahr kam und was genau an der Tankstelle vorgefallen ist, waren am gestrigen Tag nicht zu erhalten.
Geschockt von der Nachricht zeigte sich der stellvertretende Ortsvorsteher Alfred Schlösser. Er wurde durch den SÜDKURIER über die Schlägerei informiert. „Brutal“ nannte er die Geschehnisse.
Ortsvorsteher Reinhard Storz, selbst Mitarbeiter des Sägewerks, war wegen Urlaubs nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen und auch im Sägewerk gab es zu dem Vorfall am Sonntagmorgen keine Auskunft.
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