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Triberg Parkhaus statt Erlebniswelt

In Anwesenheit zahlreicher Prominenz wurde am Freitagnachmittag die Parkgarage auf dem einstmals als „Erlebniswelt“-Gelände avisierten ehemaligen Triberger Bühlerarel eingeweiht. Der neue Landrat Sven Hinterseh würdigte die Bedeutung der Vollendung eines Bauwerks vor allem nach der langen planerischen Vorgeschichte. Dies sei schon deshalb genug Anlass zur Freude. Das Parkhaus ist übrigens eines der ersten in Deutschland, in dem nicht nur eigens „Frauenparkplätze“ sondern auch „Männerparkplätze“ ausgewiesen sind.

Zerschneiden das symbolische Band zur Eröffnung der Parkgarage: Landrat Sven Hinterseh, Bürgermeister Gallus Strobel, Bundestagsabgeordneter Siegfried Kauder, die Architekten Judith Haas und Mattias Huismans, Carsten Brosch Betriebsleiter der Züblin AG, EWT-Vorstand Boris Schmid und Jasmin Fischer. Franz Dold vom Kolmenhof und ein Oldtimer-Freund fuhren mit ihren Karossen als erste ein.
Zerschneiden das symbolische Band zur Eröffnung der Parkgarage: Landrat Sven Hinterseh, Bürgermeister Gallus Strobel, Bundestagsabgeordneter Siegfried Kauder, die Architekten Judith Haas und Mattias Huismans, Carsten Brosch Betriebsleiter der Züblin AG, EWT-Vorstand Boris Schmid und Jasmin Fischer. Franz Dold vom Kolmenhof und ein Oldtimer-Freund fuhren mit ihren Karossen als erste ein. | Bild: Fritz Lutz

Ob er sich damit selbst eine Geburtstagsgeschenk gemacht hat? Punktgenau zu seinem gestrigen 58. Geburtstag konnte Bürgermeister Gallus Strobel die neue Triberger Parkgarage der Öffentlichkeit übergeben. Und dies noch in „doppelter Funktion“, wie er in seiner Rede erwähnte, einmal als Vorstand der Erlebniswelt Triberg AG – die Bauherrin ist – und dann als Bürgermeister der Stadt Triberg, der die Aktiengesellschaft mit dem immer noch nicht geänderten Namen zu 100 Prozent gehört. Gekommen waren zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens, darunter Bürgermeister Frey aus Schonach und Bürgermeister Schmidt aus Schönwald und nicht zuletzt der neue Landrat Sven Hinterseh mit dem Bundestagsabgeordnetem Siegefried Kauder.

Der Triberger Bürgermeister lobte ausdrücklich „das gute Händchen“ der Architekten Judith Haas und Mattias Huismans, die nach dem Wellnessbereich des Parkhotels Wehrle nun bereits das zweite Bauwerk in Triberg geschaffen hätten, das sich „ausgezeichnet ins Stadtbild einfügt“. Noch ist das drei Millionen Euro teure Bauwerk nicht ganz fertig. So gebe es noch einiges „im Bereich Kreuzstraße zu tun“ und im Raum zwischen der Tiefgarage und der Gutach werde ein kleiner Weg angelegt mit Beleuchtung, zu dem eine kleine Brücke von der Schwendistraße aus führen wird. Die Bepflasterung auf dem Steg vom Boulevard erfolge im genau gleichen Stil und den gleichen Steinen.

Ausgesprochen erfreut zeigte sich der Bürgermeister, dass der Gemeinderat – der ohnehin jede Kleinigkeit abgestimmt habe – sich für die Gabionensteine aus einheimischem dunklen Gneis entschieden habe und nicht für gelbes Kalkgestein.

Architekt Mattias Huismans erläuterte die Bauweise: Mit einer überbauten Fläche von 3100 Quadratmeter verfügt die Parkgarage über 224 Stellplätze, die sich auf drei Ebenen (Ebene E1 bis E3) verteilen. Die beiden unteren Ebenen E3 (unterste Ebene) und E2 (mittlere Ebene) verfügen über jeweils 57 bzw. 62 überdachte Stellplätze. Die oberste Ebene, Ebene E1, die als offenes Parkdeck konzipiert ist, verfügt über 104 Stellplätze. In allen Ebenen befinden sich sowohl ausreichend Frauenparkplätze als auch behindertengerechte Stellplätze. Eine Besonderheit: Wie er gestern erläuterte, hat der Triberger Bürgermeister auch „Männerparkplätze“ anlegen lassen

Aufgrund der topographischen Lage konnte durch die Architekten ein Konzept entwickelt werden, welches ohne zusätzliche interne Autorampen auskommt. Die PKW-Erschließung der einzelnen Ebenen erfolgt somit ausschließlich über die Kreuzstraße, wobei die Zufahrten sich jeweils genau in den Schnittpunkten zwischen der Neigung der vorhandenen Kreuzstraße und der jeweiligen Parkgaragen-Ebene befinden.

Da ungefähr Zweidrittel der Parkgarage natürlich belichtet und belüftet sind, also als offene Parkgarage konzipiert, hat der Wintereinbruch zu einer witterungsbedingten Bauunterbrechung von drei Monaten geführt. Erst Anfang April konnte mit dem Ausbau und der Fertigstellung der Fassaden begonnen werden. Dazu kam, dass man auf eine unvorhergesehene 20 KV-Leitung in der Kreuzstraße stieß.

Die Hangsicherung der Platzfläche der Ebene E1 erfolgte durch Steinkörbe, die berühmten „Gabionen“, die mit heimischem Gestein aus Gneis gefüllt sind.

Viele Triberger Prominenz war zur Eröffnung gekommen. Hier im Bild Alt-Stadtrat Klaus Herr mit Gatin Claudia Herr und Horst Herr,
Viele Triberger Prominenz war zur Eröffnung gekommen. Hier im Bild Alt-Stadtrat Klaus Herr mit Gatin Claudia Herr und Horst Herr, | Bild: der ehemalige Rektor der Realschule.Fritz Lutz
Bei der Einweihung: Landrat Sven Hinterseh, Siegfried Heim und Jens Wallishauser.
Bei der Einweihung: Landrat Sven Hinterseh, Siegfried Heim und Jens Wallishauser.

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