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Triberg Närrische Knaller und Visionen

09.02.2012
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– Bereits zum 17. Mal erscheint dieses Jahr das Narrenblatt der Handball-AH. Als die Narrenzunft Triberg Anfang der 1990er Jahre das Erscheinen ihrer „Narrenstimme“ mangels verwertbaren Materials einstellte, beschlossen die Mitglieder der Handball-Altherrenmannschaft, die schon seit einigen Jahren die Fasnachtstage mit den traditionellen Radautrommeln wieder belebten, ein eigenes Narrenblatt herauszubringen.

Am Anfang wurde nur das Geschehen in ihren eigenen Reihen glossiert, aber schon bald dehnte sich der Inhalt auf die schon zuvor immer wiederkehrenden traditionell Verdächtigen aus und auch Rat und Rathaus der Stadt wurden nicht ausgespart.

Das diesjährige Heft beginnt nun schon auf der Titelseite mit einem Knaller, der allerdings nur zu einer Vision auf dem letzten Blatt leitet, ansonsten die vielleicht erwartete Explosionskraft vermissen lässt. Dazwischen findet sich all das, was den Kaufreiz ausmacht, und sei es nur, um nachzusehen, ob man nicht selbst darin verewigt ist.

Den Lilie-Wirt hat es gleich mehrfach erwischt und auch die übrigen Stationen der Handballer wie „Alte Geutsche“ und „Tick-Tack“ samt lebendem Inventar kommen nicht ungeschoren davon. Beschrieben wird die Arbeit der Feuerwehr bei der Tätigkeit in eigener Sache und selbst das neueste Mitglied des Gemeinderates wurde auf Irrwegen gesichtet.

Ein ganzes Team hat die Ereignisse des letzten Jahres gesammelt, auf Verwertbarkeit gesichtet und schließlich der hauseigenen Dichterei zur Bearbeitung übergeben. Es wurde geschrieben und gedichtet und des öfteren auch gereimt. Dazwischen blitzen immer wieder Stellen auf, die Gedanken an William Shakespeare aufkommen lassen: „Stein oder nicht Stein, das ist die Frage.“ Laut Impressum haben sich aber, außer dem Starpoeten der Hauspostille, Dieter Stein, noch weitere Poeten um das Werk bemüht. Ergänzt werden die Verse über die, zumeist unfreiwilligen, Streiche durch Illustrationen des Hausgrafikers Werner Oppelt und 20 Seiten mit Bildern der vergangenen Fasnachtszeiten, die Udo Steinkopf zusammenstellte.

Herausgekommen ist ein gelungenes Werk, dem man die Arbeit und die Ernsthaftigkeit, mit der es ausgeführt wurde, auch ansieht. Außer in Triberg kommt es auch in Schonach zum Verkauf, obwohl nur herunter gekommene (in Triberg wohnende) Schonacher darin vorkommen. Bürgermeister Gallus Strobel ziert wenigstens den Titel als Seher „Nostragallus“.

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