Mama, schau mal, ich habe einen Stern auf der Backe" Stolz hält das Mädchen ihrer Mutter die Backe hin und zeigt ihr, was Ulrike Stockburger zuvor darauf gemalt hat. Ulrike Stockburger, das ist eine der "Englisch-Tanten", eine der Personen, die Kindern ab vier Jahren die englische Sprache spielend näher bringen.
Chefin des Ganzen ist Christine Schultzke, neben Ulrike Stockburger kümmert sich noch Jacqueline Dold um die Kinder. Und der Stern auf der Backe passt auch zum Thema. Denn "Starchild English" nennt sich der Kurs und Angelo Starchild ("Sternenkind") ist der Hauptdarsteller, ist eine Handpuppe und eine Identifikationsfigur. Angelo war übrigens auch dabei am Mittwoch. Die Kinder lernen auf spielerische Art und Weise die englische Sprache. Am Mittwoch fand nun für den jüngsten "Kurs" eine Art Abschiedsparty bei Christina Schultzke in Nußbach statt. 30 Kindern wurde ein Diplom ausgehändigt und ein Doktorhut aufgesetzt.
Die Kinder lernen die Sprache ohne Pauken, sondern über das Hören und Nachsprechen, mit vielen bunten Bildern, mit Liedern, Reimen und Spielen. Einiges davon zeigten sie am Mittwoch unter blauem Himmel.
Zum Beispiel das Spiel mit den Elefanten, die so lange über ein Seil gingen, bis das Seil die Last nicht mehr tragen konnte. Oder das Spiel von den Blumen, die durch die Sonne und den Regen zum Leben erweckt wurden. Oder das Spiel von der Prinzessin, die in einem mit Dornen zugewachsenen Schloss von einer Hexe in Schlaf versetzt und durch einen feschen Prinzen zu Pferde wieder erweckt wurde. Dann wurde es ernst: Christina Schultzke und Ulrike Stockburger übergaben rund 30 Kindern ihre Diplome, ihre Zertifikate über die vollständige Teilnahme an dem Englisch-Kurs.
Zusatz: "Well done!" - "Gut gemacht!" - dazu noch ein kleines Geschenk; für die Größeren einen Stundenplan. Ach ja: Und auch einen Doktorhut gab es. Der wird zwar im späteren Berufsleben nicht furchtbar viel bringen, sah aber todschick aus. Die Kinder stellten sich dann ordentlich auf und warfen auf Kommando ihre Doktorhüte in die Luft. "Graduation hat toss" nennt sich das.
Michael Müllner
